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28.04.2017

13:32 Uhr

Schadstoffe

EU einig über schärfere Grenzwerte für Kraftwerke

Die EU-Kommission hat sich auf schärfere Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Schadstoffe aus Kraftwerken geeinigt. Die Bundesregierung bewertet die Vorgabe jedoch als zu streng – und erntet Kritik von den Grünen.

Kraftwerke sollen in Zukunft strengere Vorgaben für den Ausstoß von gesundheitsgefährdenden Stoffen bekommen. dpa

Kohlekraftwerk

Kraftwerke sollen in Zukunft strengere Vorgaben für den Ausstoß von gesundheitsgefährdenden Stoffen bekommen.

BrüsselTrotz Bedenken der Bundesregierung haben sich die EU-Staaten auf schärfere Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Schadstoffe aus Kraftwerken geeinigt. Die EU-Kommission teilte am Freitag mit, der Vorschlag sei mit qualifizierter Mehrheit angenommen worden. Damit soll unter anderem der Ausstoß von Feinstaub und Stickoxiden sinken, die für Atemwegserkrankungen und Zehntausende vorzeitige Todesfälle verantwortlich gemacht werden.

Deutschland hatte Vorbehalte gegen die Vorgaben für Stickoxide, weil sie nicht dem Stand der Technik entsprächen. Unter anderem mit Blick auf Braunkohlekraftwerke plädierte die Regierung für einen etwas höheren Wert. Die Grünen warfen der Regierung deshalb vor, für die Interessen der Kraftwerksbetreiber die Gesundheit Bürger aufs Spiel zu setzen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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G. Nampf

28.04.2017, 14:47 Uhr

Braunkohle ist eine Energiequelle von vorgestern.

Sie verpestet bei der Verbrennung die Luft und zerstört bei der Förderung ganze Landstriche.

Herr Holger Narrog

28.04.2017, 14:55 Uhr

Hallo Herr Nampf...

soweit mir bekannt ist Braunkohle der einzig bedeutende wettbewerbsfähige Energierohstoff in Deutschland. Mit Braunkohle lässt sich international wettbewerbsfähiger Strom herstellen.

Nachdem man in Deutschland die umweltfreundliche, zukunftsträchtige Kernenergie aus (öko)religiösen Gründen ablehnt, bedarf es eines anderen Energieträgers sofern man nicht in ein vorindustrielles Zeitalter zurück möchte, oder?



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