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17.07.2015

13:25 Uhr

Schätzung aus Seoul

Nordkoreas Wirtschaft wächst weiter

Nordkoreas Wirtschaft ist auch das vierte Jahr in Folge gewachsen – laut Informationen aus Südkorea. Doch das Wachstum verlangsamt sich. Und steigen tun in Pjöngjang vor allem Bautätigkeit und die Importe.

Nordkoreas Wirtschaft ist das vierte Mal in Folge gewachsen. dpa

Schätzungen aus Seoul

Nordkoreas Wirtschaft ist das vierte Mal in Folge gewachsen.

SeoulDie Wirtschaft des weithin abgeschotteten Nordkorea ist 2014 nach Schätzungen aus Südkorea das vierte Jahr in Folge gewachsen. Das Wachstum des Nachbarlandes habe im Jahresvergleich bei 1,0 Prozent gelegen und sich somit leicht verlangsamt, hieß es am Freitag in einem Bericht der Zentralbank in Seoul. 2013 hatte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Angaben der Bank of Korea um 1,1 Prozent zugelegt. Das kommunistische Regime in Pjöngjang selbst gibt keine Daten bekannt.

Während die Bautätigkeiten anstiegen, gingen den Schätzungen zufolge sowohl die Agrarproduktion als auch die Förderung von Rohstoffen wie Kohle und Eisenerz in Nordkorea zurück. Die Exporte seien um 1,7 Prozent auf 3,16 Milliarden Dollar (etwa 2,9 Milliarden Euro) gefallen, die Importe, darunter vor allem von Maschinen und Textilien, jedoch um fast acht Prozent auf 4,45 Milliarden Dollar gestiegen. Rund 80 Prozent des nordkoreanischen Außenhandels laufen über die Grenze mit China.

Nach den Schätzungen aus Südkorea betrug 2014 das jährliche Pro-Kopf-Einkommen in dem wirtschaftlich maroden, aber hochgerüsteten Nachbarland 1,39 Millionen südkoreanische Won (1100 Euro). Die Bank greift bei den BIP-Berechnungen unter anderem auf Daten von Forschungsinstituten zurück, die sich auf Nordkorea spezialisiert haben.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Carsten Härtl

17.07.2015, 16:51 Uhr

Es heißt immer floskelhaft " in dem wirtschaftlich maroden, aber hochgerüsteten Nachbarland (zit.)". Warum hochgerüstet, wenn es der "Armee" an Nahrung, modernem Gerät, Erstazteilen und v.a. an Treibstoff fehlt? Die 7 Mio. kasernierten jungen Männer erhalten keinen Sold, nur magere Verpflegung bei einfachster Unterbringung und in abgewetzten Uniformen. Manöver finden, wie die deutsche Presse schon gezeigt hat, nur am Sandkasten mit Spielzeug statt, Truppenbewegungen grundsätzlich zu Fuß auf Straßen wie der oben abgebildeten (selbst mehrfach gesehen!). Mir scheint es oft, als würden Phrasen, die von interessierter Stelle lanciert werden, kritiklos in die Pressetexte eingestreut, obwohl alle Berichte und Vor-Ort Beobachtungen genau das Gegenteil beweisen.

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