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24.05.2016

19:03 Uhr

Schäuble glaubt an Griechenland-Deal

Athen soll 10,3 Milliarden Euro bekommen

Die nächste Griechenland-Auszahlung aus dem Euro-Rettungsschirm ESM soll 10,3 Milliarden Euro erreichen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will noch am Dienstagabend eine Einigung mit Griechenland erzielen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble glaubt an eine Einigung mit Griechenland am Dienstag. AFP; Files; Francois Guillot

Positiv gestimmt

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble glaubt an eine Einigung mit Griechenland am Dienstag.

Brüssel,3 Milliarden Euro soll Griechenland aus dem ESM-topf bekommen. Das wurde am Dienstag am Rande des Euro-Finanzministertreffens in Brüssel bekannt. Die Summe könnte in mehreren Teilbeträgen nach Athen überwiesen werden, hieß es aus Verhandlungskreisen. Offiziell gab es dazu keinen Kommentar. Bisher war davon die Rede gewesen, die Auszahlung könnte zwischen neun und elf Milliarden Euro liegen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zeigt sich im Ringen um weitere Hilfsmilliarden für das hoch verschuldete Griechenland optimistisch. „Wie wir es uns vor zwei Wochen vorgenommen haben, bin ich zuversichtlich, dass wir heute zu einem Abschluss kommen“, sagte Schäuble vor einem Treffen der Euro-Finanzminister am Dienstag in Brüssel.

Es müsse unter anderem noch geschaut werden, ob das, was das griechische Parlament zuletzt verabschiedet hatte, den Vereinbarungen entspreche, so Schäuble. Zudem gebe es noch Diskussionen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Der IWF spricht sich für weitgehende Schuldenerleichterungen für Athen aus. Die europäischen Partner stehen dem kritisch gegenüber.

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Athen könnte bei der nächsten Hilfstranche der EU gleich einen größeren Betrag bekommen. Damit wäre Griechenland nahezu bis Ende des Jahres durchfinanziert. Das hätte für die Geldgeber gleich mehrere Vorteile.

Griechenland hatte am Wochenende erneut harte Sparmaßnahmen verabschiedet und hofft nun auf neue Milliarden. Der österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling sagte: „Ich gehe davon aus, dass man heute zu einer Grundsatzeinigung kommt(...)“. Der Eurorettungsschirm ESM könnte von den Ressortchefs die Ermächtigung erhalten, eine neue Kreditrate auszuzahlen, falls alle Auflagen erfüllt seien. Ohne frisches Geld droht in Athen im Sommer erneut die Staatspleite.

Von

dpa

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