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27.01.2010

08:14 Uhr

Scharmützel

Nord- und Südkorea liefern sich Schusswechsel

Die Situation zwischen den beiden Staaten auf der koreanischen Halbinsel ist angespannt: Ein Seemanöver des Nordens mündete in eine bewaffnete Auseinandersetzung. Nach dem Vorfall kündigte der kommunistische Staat weitere Provokationen an.

HB SEOUL. Schusswechsel an der umstrittenen Seegrenze zwischen Süd- und Nordkorea im Gelben Meer: Das nordkoreanische Militär feuerte am Mittwoch über dem Gelben Meer Dutzende Artilleriegeschosse ab und kündigte weitere "Schießübungen" an. Die südkoreanische Marine erwiderte das Artilleriefeuer mit Warnschüssen aus Kanonen, wie der Generalstab in Südkorea mitteilte.

Die nordkoreanischen Streitkräfte hätten am Vormittag (Ortszeit) aus Artilleriegeschützen an der Westküste des Landes rund 30 Schüsse abgegeben, hieß es. Die Projektile seien allerdings nördlich der Grenzlinie niedergegangen. Die südkoreanischen Truppen befinden sich in erhöhter Alarmbereitschaft. Südkorea warnte vor einem "Gegenangriff", sollte Nordkorea Schüsse in südkoreanische Hoheitsgewässer abfeuern.

In einer Erklärung des nordkoreanischen Generalstabs hieß es: Niemand könne etwas gegen die Übungen in nordkoreanischen Gewässern einwenden. Die Schießübungen würden in Zukunft in den Gewässern fortgesetzt. Gegen Mittag setzte Nordkorea das Artilleriefeuer nach Medienberichten dann auch fort. Einen Tag zuvor hatte Nordkorea nach südkoreanischen Angaben Gebiete um die Seegrenze zur "Fahrverbotszone" für Schiffe erklärt.

An der umstrittenen Seegrenze ist es in der Vergangenheit wiederholt zu militärischen Zwischenfällen gekommen. Zuletzt hatten sich im November Marineschiffe beider koreanischer Staaten im Grenzgebiet ein Feuergefecht geliefert. Nordkorea erkennt die sogenannte Nördliche Grenzlinie vor der Westküste nicht an. Die Grenzlinie wurde zum Ende des Korea-Kriegs (1950-53) einseitig von einem UN-Kommando gezogen.

Kommentare (1)

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Stephan Hennen

22.05.2010, 05:43 Uhr

Nun wird endlich mal klar das Nordkorea eine bedrohung für die ganze Welt darstellt. Es war von Anfang an klar das früher oder später sowas passiert. Man hätte dagegen schon lange was unternehmen müssen, vorgewarnt war die ganze Weltbevölkerung ja schon lange. Wenn ein Land seine bevölkerung verhungern lässt und dieses Geld in die militärische Aufrüstung steckt dürfte eigentlich jedem klar sein was früher oder später passiert. Länder mit solchen Problemen sind ein Pulverfass. Man hätte schon viel früher reagieren müssen. Diesem Land die Finanzquelle zu sperren bringt nichts. Man hätte dort schon lange militärisch gegen vorgehen müssen. Gezielte Präzisionsluftschläge gefolgt von einer bodenoffensive um diesen Verrückten Diktator zu stoppen. Wenn dieses Land erstmal über Kernwaffen verfügt und schlimmstenfalls noch passende Trägerraketen dazu hat wird uns das alle betreffen. Ein Diktator der ohne Skrupel sein Volk verhungern lässt würde auch ohne Zweifel diese Waffen einsetzen wenn er sie hat. Hier haben wir es mit einer Neuauflage von Adolf Hitler zu tun. Dieser irre muss gestoppt werden solange es noch machbar ist.

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