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27.11.2014

15:52 Uhr

Schiff in Seenot

Griechische Küstenwache rettet 700 Flüchtlinge

Die griechische Küstenwache hat bei Sturm und schwerem Seegang rund 700 Flüchtlinge gerettet. Papst Franziskus appelliert unterdessen an die europäischen Staaten, mehr gegen die Flüchtlingskrise zu tun.

Die geretteten Flüchtlinge wurden mit Booten an Land gebracht. AFP

Die geretteten Flüchtlinge wurden mit Booten an Land gebracht.

AthenDie griechische Küstenwache hat ein in Seenot geratenes Flüchtlingsboot mit 700 Menschen an Bord in Sicherheit gebracht. Das Schiff sei am Donnerstag vor den Hafen der Stadt Ierapetra auf der Insel Kreta geschleppt worden, teilten die Behörden mit. Die Flüchtlinge würden nun mit Booten an Land gebracht. Die meisten von ihnen schienen aus Afghanistan und Syrien zu kommen, hieß es weiter.

Der Frachter hatte am Dienstag wegen eines Motorschadens rund 45 Kilometer südöstlich von Kreta Seenot gefunkt. Die Küstenwache brauchte bei Sturm und schwerem Seegang über 24 Stunden, um das Schiff sichern und nach Kreta abschleppen zu können.

So kommen die Flüchtlinge nach Europa

Lampedusa

Lampedusa ist ein beliebtes Ziel für Flüchtlingsboote. Die italienische Mittelmeerinsel liegt nahe der nordafrikanischen Küste. Doch es gibt noch andere Routen über die Flüchtlinge nach Europa gelangen.

Quelle: Frontex Annual Risk Analysis 2013

Osteuropäische Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 407

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Ukraine: 330
Afghanistan: 52
Vietnam: 47

Balkan-Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 5.634

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Afghanistan: 1.693
Syrien: 1.139
Kosovo: 979

Östliche Mittelmeer-Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 12.962

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Syrien: 8.241
Afghanistan: 2.488
Somalia: 760

Albanien-Griechenland Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 3.515

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Albanien: 3.466
Mazedonien: 14
Georgien: 13

Apulien und Kalabrien

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 7.751

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Syrien: 3.040
Nigeria: 684
Eritrea: 475

Zentrale Mittelmeer-Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 56.446

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Eritrea: 17.829

Unbekannt: 9.494
Syrien: 8.588

Westliche Mittelmeer-Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 3.331

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Mali: 783
Kamerun: 730
Guinea: 294

Westafrikanische Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 146

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Marokko: 30
Mali: 24
Guinea: 16

Vor Griechenland werden wie auch vor Italien immer wieder Bootsflüchtlinge aus Afrika und Asien aufgegriffen. Die klamme Regierung in Athen hat wiederholt mangelnde Finanzhilfen für die Bewältigung des Flüchtlingszustroms beklagt.

Erst am Dienstag hatte Papst Franziskus die europäischen Staaten zu einer gemeinsamen Antwort auf die Flüchtlingskrise im Mittelmeer aufgerufen. „Man kann nicht hinnehmen, dass das Mittelmeer zu einem großen Friedhof wird“, sagte der Papst. Die Länder müssten mehr tun, um den Tausenden Menschen aus Afrika zu helfen, die ihr Leben riskierten.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Herr Mike Maier

27.11.2014, 16:17 Uhr

Schnell nach Deutschland; laut Bertelsmann-Stiftung verdienen wir uns dumm und dämlich daran...

Herr Peter Spiegel

27.11.2014, 16:32 Uhr

3300 pro Nase und Jahr, es geht Aufwärts wir müssen nur
die Griechen zwingen, daß sie uns die Zuwanderer schicken.

Frau Margrit Steer

27.11.2014, 17:08 Uhr

Der Papst soll mal Platz schaffen im Vatikan und viele Flüchtlinge bzw. Scheinasylanten dort aufnehmen

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