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30.07.2012

01:20 Uhr

Schlacht in Syrien

Die Gewalt in Aleppo ist „Assads Sargnagel“

In der Millionenmetropole Aleppo hat sich die Schlacht um Syrien am Wochenende dramatisch zugespitzt. US-Verteidigungsminister Panetta meint, dass die „blinde Gewalt“ letztlich das Ende des Regimes besiegeln wird.

Rebellen in Aleppo. Reuters

Rebellen in Aleppo.

TunisDie Angriffe auf Aleppo sind nach Einschätzung des US-Verteidigungsministers Leon Panetta der Sargnagel für die Regierung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.

„Was Assad seinem eigenen Volk angetan hat und weiter antut, macht der Bevölkerung klar, dass sich sein Regime dem Ende zuneigt“, sagte Panetta am Sonntag in Tunesien zum Beginn seiner Reise durch den Nahen Osten und Nordafrika. „Ich denke, es wird letztlich Assads Sargnagel sein.“

Assad habe jegliche Legitimität verloren, fügte der Pentagonchef hinzu. Je mehr Gewalt er anwende, desto mehr stelle er sicher, dass „das Regime seinem Ende zugeht“.

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Die Frage sei nicht mehr, ob Assad stürze, sondern wann, sagte Panetta weiter. Die USA und die internationale Gemeinschaft übten diplomatischen und wirtschaftlichen Druck aus, um die Gewalt zu beenden, Assad zum Rücktritt zu zwingen und den Übergang zu einer demokratischen Regierungsform zu ermöglichen.

Besonderes Augenmerk liege auf der Sicherheit der syrischen Lager mit chemischen und biologischen Waffen, sagte der Verteidigungsminister. Dabei arbeite Washington „eng mit den Ländern der Region“zusammen. Panetta wollte nach dem Besuch in Tunesien nach Ägypten, Israel und Jordanien weiterreisen.

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Panetta wiederholte seine Forderung an die internationale Gemeinschaft, gemeinsam die Regierung von Assad abzusetzen, nannte jedoch keine neuen Schritte der USA.

Er machte lediglich die unkonkrete Ankündigung, die Opposition zu unterstützen. Syrien werde eine große Rolle bei den anstehenden Gesprächen mit den Staats- und Regierungschefs in Israel und Jordanien spielen, sagte der Verteidigungsminister.

Kommentare (19)

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jpie

30.07.2012, 03:09 Uhr

[+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]

Gast

30.07.2012, 03:19 Uhr

"Was Assad seinem eigenen Volk angetan hat"
Ich erwarte, dass die Presse, es sich zur Aufgabe macht, zu recherschieren und darzulegen, was Assad seinem armen Volk angetan hat. Sie tut es nicht, sondern heischt schon jetzt um Beifall für ein Bild, das den ermordeten Assad zeigt, wie er von menschlich degenerierten Bulldoggen niedergemacht wurde.

Pazifist

30.07.2012, 05:01 Uhr

Alles gestellte Bilder! Schauen Sie auf die Pantoffeln des Mannes (Stichwort aus Lybienkrieg: Turnschuhkämpfer) und ausserdem kann man aus dieser Haltung gar nicht schiessen!

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