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30.01.2013

16:35 Uhr

„Schlimmste hinter uns“

Ägyten umwirbt deutsche Investoren

ExklusivIn den großen Städten herrscht offenen Unruhe, doch was die Wirtschaft angeht, gibt sich Ägyptens Regierung sehr optimistisch. Die Volkswirtschaft wachse, die Investoren kämen, sagt der Wirtschaftsminister im Interview.

Ägyptens Präsident Mahammed Mursi tauscht sich in Berlin mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler aus. dpa

Ägyptens Präsident Mahammed Mursi tauscht sich in Berlin mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler aus.

BerlinÄgyptens Regierung setzt ungeachtet der anhaltenden Auseinandersetzungen in großen Städten des Nil-Staates auf eine boomende Wirtschaft. "Das schlimmste haben wir hinter uns", sagte Ägyptens Wirtschaftsminister Hatem Abdelhamid Mahmoud Saleh dem Handelsblatt (Donnerstags-Ausgabe) in Berlin.

Das Nil-Land verzeichne steigende Auslandsinvestitionen und rechne nach zwei Prozent Wirtschaftswachstum 2012 in diesem Jahr mit "einer Zunahme von über drei Prozent", sagte Saleh am Rande des Staatsbesuchs von Ägyptens Präsident Mohamed Mursi. "Das Interesse ausländischer Investoren an Ägypten wächst. Es kommen sogar Firmen, die bisher noch nicht in Ägypten investiert hatten", unterstrich der Minister.

Saleh wies auch die Sorgen ausländischer Investoren am Nil vor Diskriminierung zurück: "Das ist übertriebenes Gerede", sagte der Wirtschaftsminister zu Bedenken, dass laut der neuen, islamistischen Verfassung nun die Islam-Fakultät der Kairoer Universität über die Scharia-Konformität auch von Investments entscheidet. Ausländische Investoren genössen in Ägypten Stabilität und mit 1,2 Millionen Touristen seien "so viele deutsche Touristen nach Ägypten gereist wie nie zuvor", sagte Saleh.

Von

mbr

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