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19.09.2015

12:53 Uhr

Schmiergeldskandale

Ägypten tauscht 14 von 33 Ministern aus

Ägyptens Staatspräsident Al-Sisi hat ein neues Kabinett vereidigt: Fast die Hälfte aller Ministerposten wurden neu besetzt. Zuvor hatte es mehrere Schmiergeldskandale gegeben.

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi: 14 von 33 Ministern neu besetzt. AFP

Neue Regierung

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi: 14 von 33 Ministern neu besetzt.

KairoNach Korruptionsvorwürfen gegen die alte Führungsriege hat in Ägypten eine neue Regierung die Arbeit aufgenommen. Staatspräsident Abdel Fattah Al-Sisi vereidigte am Samstag das neue Kabinett, in dem 14 von 33 Ministern neu sind. Bei wichtigen Ressorts wie dem Finanz-, Außen- oder Innenministerium gab es aber keine Veränderungen. Neuer Ministerpräsident ist Scherif Ismail, der frühere Ölminister des Landes. Sein Vorgänger Ibrahim Mahlab stand zuletzt wegen der angeblichen Unfähigkeit seiner Regierung und Verstrickung einiger Mitglieder in Korruptionsfälle in der Kritik.

Vor knapp zwei Wochen war Agrarminister Salah Helal im Zusammenhang mit einem Schmiergeldskandal festgenommen worden. Er soll zuvor sein Amt auf Verlangen des Staatschefs niedergelegt haben. Im August war bereits ein hochrangiger Mitarbeiter des Ministers festgenommen worden, weil er Schmiergeld von Geschäftsleuten erhalten haben soll, um die Übernahme von Ländereien zu erleichtern.

Zudem vereidigte Al-Sisi am Samstag den bisherigen Richter Nabil Sadek als Generalstaatsanwalt. Sadek, der stellvertretender Vorsitzender von Ägyptens höchstem Berufungsgericht war, folgt auf Hisham Barakat, der Ende Juni nach einem Bombenanschlag auf seinen Autokonvoi gestorben war.

Von

dpa

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