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26.08.2013

16:00 Uhr

Schon 2014

Griechenland erwägt Rückkehr an Kapitalmarkt

Bereits nächstes Jahr könnte Griechenland mit einer Neu-Emission die Rückkehr auf den Kapitalmarkt wagen. Analysten sehen das schnelle Comeback allerdings skeptisch. Bei der Bankenrettung schielen die Griechen auf Hilfe.

Für Experten kommt die Kapitalmarkt-Rückkehr Griechenlands „überraschend früh“. obs

Für Experten kommt die Kapitalmarkt-Rückkehr Griechenlands „überraschend früh“.

BerlinDie griechische Regierung erwägt früher als gedacht eine Rückkehr an den Kapitalmarkt. Es sei möglich, dass Griechenland den Anleihemarkt in der zweiten Jahreshälfte 2014 mit einer neuen Emission teste, sagte Finanzminister Jannis Stournaras dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). Der Betrag werde klein sein, möglicherweise unter drei Milliarden Euro. Griechenland ist seit Anfang 2010 wegen zu hoher Zinsen de facto vom Kapitalmarkt abgeschnitten und wird seitdem mit Milliardenhilfen seiner Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) über Wasser gehalten. Griechenland würde auch gerne den Euro-Rettungsschirm ESM nachträglich zur Rettung seiner Banken anzapfen. Die Bundesregierung wies indes darauf hin, dass das derzeit überhaupt nicht möglich sei.

Gelänge die Anleihe-Emission, wäre das eine Erleichterung für die internationalen Geldgeber des Landes, das für 2014 und 2015 einen zusätzlichen Finanzbedarf im Staatshaushalt von zehn Milliarden Euro ausgemacht hat. Mit einem Zins von 10,1 Prozent für zehnjährige Staatsanleihen ist Griechenland zwar derzeit weit von den Höchstständen Anfang 2012 von 40 Prozent entfernt, es müsste aber noch immer hohe Zinsen zahlen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat neulich klar gemacht, dass es ein weiteres Hilfspaket für den Krisenstaat geben werde, aber keinen neuen Forderungsverzicht der Gläubiger. Sein griechischer Kollege schloss mit Blick auf den Widerstand in Deutschland einen solchen Schuldenschnitt aus: „It takes two to tango.“ Beim ersten Verzicht 2012 hatten die Privatgläubiger über 100 Milliarden Euro abgeschrieben - rund 53 Prozent ihrer Forderungen an das Land.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

26.08.2013, 16:34 Uhr



Oberblödmeldung des Tages, als ob die Grecis ihre immer gefüllte EU-Tafel freiwillig verlassen.

Berlinjoey

26.08.2013, 16:38 Uhr

Der kluge Grieche sorgt vor, für den Tag wenn die Kassen der deutschen Rentner und Sparer endgültig leer sind, also irgendwann in den nächsten 2 Jahren, wenn die alternativlose Politik der Blockparteien ungebremst weitergeht.

am003

26.08.2013, 18:03 Uhr

Das ist risikolos.
F. Merkel hat garantiert, dass kein EU Land pleite gehen wird, Schäuble hat ein nächstes Hilfspaket angekündigt ... es gibt immer ein nächstes.

als ... keine Risiko

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