Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.03.2017

18:59 Uhr

Schottland

Abstimmung über Unabhängigkeitsreferendum verschoben

Eigentlich wollte Schottlands Regierungschefin Sturgeon am Mittwoch über ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum abstimmen lassen. Doch nach den mutmaßlichen Terrorangriffen in London wurde die Abstimmung vertagt.

+++ Anschlag in London +++: Mindestens fünf Tote bei mutmaßlichem Terror-Akt

+++ Anschlag in London +++

Mindestens fünf Tote bei mutmaßlichem Terror-Akt

Bei einer Attacke in London sind mindestens fünf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Die Londoner Polizei geht von einem Terroranschlag aus. Ein Rückblick auf die Ereignisse vom Mittwoch im Newsblog.

Edinburgh/LondonNach mutmaßlichen Terrorangriffen am britischen Parlament hat das Regionalparlament in Schottland die Abstimmung über ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum verschoben. Die Zustimmung der Abgeordneten in Edinburgh am Mittwochabend galt als sicher, die Debatte wurde aber abgebrochen. Sie werde an einem anderen Tag fortgesetzt, nicht mehr am Mittwoch, sagte ein Regierungssprecher in Edinburgh der Deutschen Presse-Agentur. Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon schrieb auf Twitter, ihre Gedanken seien bei allen Betroffenen im Londoner Regierungsviertel Westminster und bei den tapferen Rettungskräften.

Die schottische Regierung ist mit dem harten Brexit-Kurs der britischen Premierministerin Theresa May nicht einverstanden und möchte zumindest im Europäischen Binnenmarkt bleiben. May lehnt diesen Sonderweg ab. Sturgeon will daher ihre Landsleute zwischen Herbst 2018 und Frühjahr 2019 über die Loslösung vom Vereinigten Königreich abstimmen lassen – also noch vor dem Brexit. Von den Abgeordneten will sie ein Mandat, um mit London über die geplante Volksabstimmung zu verhandeln.

EU-Austritt mit Folgen: Brexit, Scoxit und andere Wahrheiten

EU-Austritt mit Folgen

Brexit, Scoxit und andere Wahrheiten

Schottland strebt wegen des EU-Austritts Großbritanniens ein neues Unabhängigkeitsreferendum an. Doch schwächt dieser Schritt vor allem die wirtschaftlichen Argumente der schottischen Nationalisten. Eine Analyse.

Im britischen Parlament betonte May am Mittwoch, dass Schottland bereits 2014 in einem Referendum gegen die Unabhängigkeit gestimmt habe. Die Premierministerin hatte bereits klar gemacht, dass sie vor dem EU-Austritt Großbritanniens nicht über eine Volksabstimmung in Schottland reden will. „Jetzt ist nicht die Zeit.“ Ein rechtlich bindendes Referendum ist ohne die Zustimmung Londons nicht möglich.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×