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06.09.2011

22:02 Uhr

Schuldenbremse

Tausende Spanier demonstrieren gegen Sparpolitik

In der spanischen Hauptstadt Madrid haben am Dienstagabend rund 25.000 Demonstranten gegen die Sparpolitik der Regierung protestiert. Sie fürchten weitgehende Einschnitte - und fordern eine Volksabstimmung.

Demonstranten fordern die Einführung einer Volksabstimmung zur geplanten Schuldenbremse. picture alliance / dpaPR

Demonstranten fordern die Einführung einer Volksabstimmung zur geplanten Schuldenbremse.

MadridTausende Menschen haben am Dienstagabend in Spanien gegen den Sparkurs der Regierung und die Aufnahme einer Schuldenbremse in die Verfassung demonstriert. Nach Angaben der Gewerkschaften CCOO und UGT beteiligten sich in der Hauptstadt Madrid 25.000 Demonstranten an den Protesten, bei denen eine Volksabstimmung über die Schuldenbremse gefordert wurde. Teilnehmer trugen Transparente mit Aufschriften wie „Nein zur Armut per Verfassung“ und „Ich stimme über die Verfassung ab“, wie Korrespondenten berichteten. „Die Verfassungsreform ist das Vorspiel zu weitergehenden Einschnitten“, sagte ein Demonstrationsteilnehmer.

Spanien: Demonstranten fordern Referendum

Video: Spanien: Demonstranten fordern Referendum

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Spanien steht seit Monaten in der Euro-Schuldenkrise an den Finanzmärkten unter Druck, musste aber im Gegensatz zu Griechenland, Portugal und Irland bisher keine internationale Hilfe beantragen. Um die Finanzmärkte vom Sparwillen des Landes zu überzeugen, hatte das spanische Abgeordnetenhaus am Freitag in einer Sondersitzung eine Schuldenbremse beschlossen. Am Mittwoch soll der Senat darüber befinden. Die Schuldenbremse sieht vor, das Haushaltsdefizit bis zum Jahr 2020 auf 0,4 Prozent der Wirtschaftsleistung zu begrenzen.

Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero wies am Dienstag Gewerkschaftsangaben zurück, er habe bei einem Treffen mit Arbeitnehmervertretern Mitte August gesagt, die Wirtschaftslage sei so schlecht, dass beinahe eine Rettungsaktion für das Euro-Land notwendig gewesen wäre. „Spanien wird sich natürlich selbst finanzieren“, sagte der Regierungschef vor Journalisten in Madrid. „Wir werden diese Spannungen überleben. Sie sind nicht gut für die Wirtschaft, aber wir werden sie überleben.

 

Von

afp

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

06.09.2011, 22:37 Uhr

und du nachdenken ist dir ein Fremdwort

Account gelöscht!

06.09.2011, 22:38 Uhr

Und nachdenkenen ist dir ein Fremdwort

Account gelöscht!

06.09.2011, 22:42 Uhr

@Pendler: Deine Forderungen sind inzwischen bekannt. Schwarzweiss-Denken hilft nicht wirklich weiter.

Bei deinem Argumentationsstil frage ich mich, ob du eigentlich für oder gegen Transferzahlungen bist. Deine Stichpunkte sind so leicht zu widerlegen, dein Stil ist primitiv und zum Teil vulgär.

Erspare uns diese verbale Umweltverschmutzung.

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