Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.11.2011

01:15 Uhr

Schuldenkrise

Amerika lobt Europas Krisenpolitik

Die USA attestieren Europa Fortschritte im Kampf gegen die Schuldenkrise. US-Finanzminister Geithner wünscht sich aber auch, dass die EZB sich stärker bei der Bewältigung der Krise einsetzt.

US-Finanzminister Geithner. AFP

US-Finanzminister Geithner.

WashingtonUS-Finanzminister Timothy Geithner bekräftigte am Dienstag, die Regierung in Washington hoffe zwar auf raschere Erfolge der Europäer. „Aber ich denke, sie kommen schrittweise voran“, machte er deutlich. Europa könne seine Probleme aus eigener Kraft lösen. Erforderlich sei ein schwieriger Balanceakt zwischen der Stabilisierung der Staatsfinanzen einerseits und der Stärkung des Wirtschaftswachstums andererseits.

Geithner verwies in diesem Zusammenhang auf die außerordentlichen Maßnahmen, die die USA in den Jahren 2007 bis 2009 gegen die Finanzkrise ergriffen hatten, um die Konjunktur in Schwung zu bringen. Der Minister deutete an, dass er sich einen stärkeren Einsatz der Europäischen Zentralbank (EZB) bei der Bewältigung der Krise wünsche. Dazu stünden der EZB zahlreiche Wege offen.

Geithner empfahl allerdings nicht ausdrücklich, die Notenbank zum Staatsfinanzierer für angeschlagene Euro-Länder zu machen durch den Aufkauf von deren Staatsanleihen. Vor allem Deutschland schließt eine solche Lösung entschieden aus.

Von

rtr

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Gast

16.11.2011, 01:45 Uhr

„Aber ich denke, sie kommen schrittweise voran“
Europa kommt schrittweise voran? Europa war ziemlich weit vorne, bevor die EU Diktatur begann. Der Herr, der das sagte und der zu dem Pleiteland schlechthin gehört, lacht sich gerade krank darüber, wie leicht Europa vernichtet werden konnte. Und unsere Presse verkündet auch noch stolz dieses vergiftete Lob.

Account gelöscht!

16.11.2011, 03:37 Uhr

"Geithner verwies in diesem Zusammenhang auf die außerordentlichen Maßnahmen, die die USA in den Jahren 2007 bis 2009 gegen die Finanzkrise ergriffen hatten, um die Konjunktur in Schwung zu bringen."

Die Ergebnisse haben USA an den Rand des Unterganges gebracht. Geithner hat dies aber noch immer nicht begriffen. Soviel Unfaehigkeit ist schon peinlich. Aber er fuegt sich damit bestens in das Team Obama und FED ein.

Machiavelli

16.11.2011, 07:56 Uhr

Europa stand und steht auf auf tönernen Füßen, das Prinzip der eigenen Verantwortung, von der deutsch-französischen Achse den anderen Euroländer diktiert macht uns eben angreifbar, weil jedes Euroland einzeln angegriffen werden kann.
Deswegen war es so einfach uns aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×