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22.11.2011

16:39 Uhr

Schuldenkrise

Barroso fordert strikte Reformen in Italien

Der EU-Kommissionschef hat vom neuen italienischen Ministerpräsident Monti eine energische Umsetzung der Spar- und Reformpläne gefordert. Die Regierung trage eine „historische Verantwortung“.

EU-Kommissionspräsident Barroso (r) nimmt den italienischen Regierungschef Monti in die Pflicht. dapd

EU-Kommissionspräsident Barroso (r) nimmt den italienischen Regierungschef Monti in die Pflicht.

BrüsselEU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die neue italienische Regierung gemahnt, angekündigte Einsparungen und Reformen auch wirklich umzusetzen. „Im Fall von Italien ist die Lage weiterhin angespannt“, sagte Barroso am Dienstag nach einem Treffen mit dem neuen italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti. „Deswegen gehe ich davon aus, dass die Regierung von Mario Monti eine historische Verantwortung trägt.“ Das Land müsse sich bemühen, wieder das Vertrauen der Investoren zu gewinnen.

„Europa und die Welt blicken auf Italien“, fügte Barroso hinzu. Monti sei jedoch „hochkompetent“ sowie erfahren und genieße sein volles Vertrauen. Montis Regierung aus 17 parteilosen Fachleuten war in der vergangenen Woche vereidigt worden, nachdem der bisherige Ministerpräsident Silvio Berlusconi im Zuge der Schuldenkrise seinen Rücktritt erklärt hatte. Monti soll verhindern, dass Italien noch tiefer in die Schuldenkrise abrutscht. Das Land trägt derzeit eine Schuldenlast von rund 1,9 Billionen Euro.

Monti versicherte, dass er die beschlossenen Spar- und Reformmaßnahmen umsetzen wolle. „Mit Freude“ habe er zudem die Einladung angekommen, am Donnerstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem französischen Staatschef Nicolas Sarkozy in Straßburg über die Lage in der Euro-Zone zu diskutieren, fügte der frühere EU-Kommissar hinzu.

Monti äußerte sich jedoch zurückhaltend zu den deutsch-französischen Bemühungen, vorallem das wirtschafts- und haushaltspolitische Zusammenwachsen der 17 Euro-Länder voranzutreiben: „Zwischen der Euro-Zone und dem Rest darf keine zu deutliche Trennungslinie enstehen.“

Von

afp

Kommentare (7)

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donolli

22.11.2011, 16:56 Uhr

Ach Barroso, sei einfach still... Ein Barroso hat nur dann das Recht etwas zu sagen, wenn er auch vom europ. Volk dazu legitimiert wurde durch "echte Europawahlen" und nicht als Marionette von Regierungen und Lobbisten eingesetzt wurde!

Account gelöscht!

22.11.2011, 18:05 Uhr

Was Barroso ist, dass kann man sich von Nigel Farage im Europaparlament erklären lassen:
http://www.youtube.com/watch?v=T_6365-AvJI

EU-Wahn

22.11.2011, 19:28 Uhr

Ungewaehlte EU - Politiker werden immer unverschaemter. Man
kann nur hoffen, dass sich Moechtegern - Diktatoren wie
Barroso, van Rompuy, "Lady" Ashton, Martin Schultz und wie
sie alle heissen, zu gegebener Zeit fuer diesen Verrat ver-
antworten muessen. Weg mit dieser EU !!

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