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01.05.2012

01:44 Uhr

Schuldenkrise

Italien legt sich Sanierungsexperten zu

Die italienische Regierung will die Mehrwertsteuer nicht noch weiter steigen lassen. Stattdessen will sie weitere Milliarden einsparen. Damit das klappt, hat Ministerpräsident Monti einen Fachmann engagiert.

Mario Monti (r.) mit seinem neuen Sonderkommissar Enrico Bondi. dpa

Mario Monti (r.) mit seinem neuen Sonderkommissar Enrico Bondi.

RomDas krisengeschüttelte Italien will mit milliardenschweren Einsparungen eine weitere Mehrwertsteuererhöhung vermeiden. Die Regierung in Rom will nach eigenen Angaben vom Montag zusätzlich 4,2 Milliarden Euro bis zum Jahresende einsparen.

Die Sparmaßnahmen sollen vor allem in diversen Ministerien und der Verwaltung greifen. In die Sparmaßnahmen könne auch der Verkauf ungenutzten staatlichen Besitzes fließen.

Mit der Aufgabe, festzulegen, welche Einsparungen in welchen Ministerien vorgenommen werden könnten, sei der Sanierungsexperte Enrico Bondi beauftragt worden. Bondi ist in der italienischen und europäischen Geschäftswelt als Krisenmanager bekannt. Er half dem Lebensmittelkonzern Parmalat nach einer spektakulären Unternehmenskrise wieder auf die Sprünge.

Die Mehrwertsteuer sollte nach bisherigen Plänen bis Ende 2012 um zwei Prozentpunkte auf 23 Prozent angehoben werden. Ministerpräsident Mario Monti sagte allerdings bei einer Pressekonferenz nach dem Kabinettstreffen, es sei noch nicht sicher, ob Italien die Steuererhöhung umgehen könne.

Kommentare (4)

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Gast

01.05.2012, 01:53 Uhr

"Die Sparmaßnahmen sollen vor allem in diversen Ministerien und der Verwaltung greifen"
Die Regierungen einiger EU Länder übertreffen sich derzeit mit ihren Sparmaßnahmen aber was verstehen sie unter sparen?
Wenn ich mehr sparen möchte, dann gebe ich weniger von dem Geld aus, das ich erwirtschaftet habe.
Die Regierungen sparen, indem sie die Regierten nötigen, ihnen mehr von dem Geld, das sie erwirtschaftet haben, zu überlassen.
Kam schon irgendeine Regierung auf die Idee, mal die Hälfte der überflüssigen Ministerien zu streichen? Sicher gäbe es dann viele Arbeitslose aber das Arbeitslosengeld ist weniger, als die Leute bisher erhielten ohne produktiv tätig zu sein und somit wäre es eine Einsparung.
Es wäre auch ein Mehr an Freiheit für alle. Das wird nie geschehen, dass eine EU Regierung spart. Insofern sind die Meldungen diesbezüglich amüsant und irgendwann nur noch langweilig.

Account gelöscht!

01.05.2012, 07:34 Uhr

Damit das klappt, hat Ministerpräsident Monti einen Fachmann engagiert...
Und wieder ein Jünger von Goldman Sachs!

Verkauft

01.05.2012, 08:15 Uhr

Dieser Fachmann checkt nur die Lage ab. In Italien ist noch einiges zu holen. Da das Land pleite ist, muss es vieles verkaufen, und wer sonst außer Goldman Sachs hat hier das Vorkaufsrecht. Wenn ein Land pleite ist kann man günstig eine Einkaufstour machen. Die letzten Schätze werden zu Schleuderpreisen an die Amerikaner weitergereicht. Dafür wurde Monti auch von Goldman Sucks eingesetzt. Bald wird auch in Deutschland und Österreich dieser Flohmarkt beginnen. Spätestens wenn die Garantien für die Pleiteländer fällig werden. Gott schütze uns!!!!!!

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