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29.10.2015

18:39 Uhr

Schuldenkrise

IWF fordert Russland und Ukraine zu Gesprächen auf

Die Fronten im Schuldenstreit zwischen Russland und der Ukraine sind verhärtet. Kiew fordert einen Schuldenschnitt, Moskau will die volle Summe. Nun schaltet sich der IWF ein: Er fordert beide Seiten zu Gesprächen auf.

Beste Freunde werden der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und sein russischer Amtskollege wohl nicht mehr. Doch wenigstens einigen sollen sie sich, fordert der IWF. dpa

Verhärtete Fronten

Beste Freunde werden der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und sein russischer Amtskollege wohl nicht mehr. Doch wenigstens einigen sollen sie sich, fordert der IWF.

WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) drängt die Ukraine und Russland zur Beilegung ihres Schuldenstreits. „Der IWF ermutigt beide Seiten zu konstruktiven Diskussionen über eine Umstrukturierung der Anleihe“, sagte IWF-Sprecher Gerry Rice am Donnerstag in Washington. Für den Fall, dass die Ukraine den Milliardenkredit nicht weiter bedienen kann, lote der IWF aber Möglichkeiten für weitere Hilfen aus.

Russland hat sich bislang geweigert, dem von der Ukraine mit privaten Gläubigern vereinbarten Forderungsverzicht beizutreten. Moskau argumentiert, der betreffende ukrainische Bond müsse als zwischenstaatlicher und nicht private Kredit behandelt werden.

Ukraines Regierungschef Arseni Jazenjuk hatte zu Wochenanfang Russland mit der Einstellung von Zahlungen auf den Milliardenkredit gedroht. Wenn sich Russland nicht wie die anderen Gläubiger auf einen Schuldenschnitt einlasse, „werden wir ein Schuldenmoratorium verhängen und den Kredit nicht mehr bedienen.“

Ein Milliarden-Forderungsverzicht der Gläubiger ist Teil eines internationalen Hilfspakets von 40 Milliarden Dollar für die Ukraine. Der IWF hat dem Land als Teil dessen Kredithilfen von 17,5 Milliarden Dollar eingeräumt.

Von

rtr

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