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25.10.2011

20:25 Uhr

Schuldenkrise

IWF will Italien auf die Sprünge helfen

VonRuth Berschens

Klares Signal vom IWF: Weil die Euro-Nachbarn Italien nicht disziplinieren können, will der Internationale Währungsfonds helfen, die Italiener auf Sparkurs zu bringen.

Persona non grata: Silvio Berlusconi. dapd

Persona non grata: Silvio Berlusconi.

Brüssel"Der IWF könnte dabei helfen, die Fiskalpolitik von Euro-Staaten wie Italien zu kontrollieren", sagte ein hochrangiger Diplomat dem Handelsblatt. Die Euro-Zone selbst habe offenkundig Probleme damit, große Länder wie Italien zu disziplinieren, sagte der Diplomat und verwies auf einen gescheiterten Versuch von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet.

Der Notenbank-Chef hatten Italiens Ministerpräsident Berlusconi bereits im Sommer einen Brief geschrieben und darin auf Strukturreformen gedrängt. Die italienische Regierung habe sich davon aber kaum beeindrucken lassen, hieß es in Brüssel. Am vergangenen Wochenende versuchten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy erneut, Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi zu weiteren Sparmaßnahmen und Reformen zu bewegen.

Zuvor waren Mahnungen der EU-Kommission zum großen Teil wirkungslos geblieben. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn räumte ein, dass es Zweifel am Reform- und Sparwillen Italiens gebe. Um diese Zweifel auszuräumen, müsse Berlusconi den anderen Euro-Regierungschefs "einen klaren Zeitplan für konkrete Entscheidungen" vorlegen, sagte Rehn dem Handelsblatt.

Zum einen müsse Italien einen ausgeglichenen Staatshaushalt ohne Neuverschuldung bis 2013 wie versprochen erreichen. Zum anderen müsse Berlusconi seine Partner davon überzeugen, dass er überfällige Wirtschaftsreformen nun endlich anpacken werde. Als Beispiel für überfällige Reformen nannte Rehn "die Öffnung staatlich geschützter Berufe, die Liberalisierung des Arbeitsmarktes und die Reform des Justizsystems."

Kommentare (5)

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MIRO

25.10.2011, 20:49 Uhr

Was will der IWF schaffen,was vorher schon nicht möglich war? Ob Berlusconi oder andere an der Regierung sind,Italien ist von je her ein Schuldenstaat, von den
veralteten Strukturen abgesehen.Italien ist wie Griechenland nicht zu disziplinieren.Das nächste Waterloo kündigt sich an.Da sind die 340 Milliarden Euro Schulden in Griechenland kleingeld gegen die 2000 Milliarden Italiens.Aber die deutsche Regierung wird auch das dem deutschen Volk aufdrücken.Der Euro muß gerettet werden,egal
was es kostet.

Account gelöscht!

25.10.2011, 21:25 Uhr

.
Selbst Hitler hatte so seine Probleme mit Mussolini.

Wer glaubt denn daß Frau Merkel auch nur den Hauch einer Beachtung geschweige denn Einfluusnamhme erzielen kann.
Die erntet, wie schon häufig zu sehen, höchstens Spott und Hohn.
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Account gelöscht!

25.10.2011, 21:28 Uhr

weshalb sollten die Italiener sparen - schliesslich gibt es ja die Nordländer. Die sind so wild darauf ihr Geld zu verteilen, dass sie sogar parteiübergreifend dafür stimmen.
Während die eigenen Leute, wenn es ums Geld geht entweder leer ausgehen oder gnädigerweise von einer Fraktion unterstützt werden.
Also, noch einmal - warum sollen die Italiener sparen ??!!

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