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28.08.2011

18:42 Uhr

Schuldenkrise

Schluss mit der Krisen-Hysterie!

Der Euro am Ende? Die Wirtschaft vor dem Kollaps? Alles kalter Kaffee, sagt der Chef des Euro-Rettungsschirms (EFSF), Klaus Regling, und verordnet den Deutschen eine Portion Optimismus.

Der Euro am Ende? Die Wirtschaft vor dem Kollaps? Alles kalter Kaffee, sagt der Chef des Euro-Rettungsschirms (EFSF), Klaus Regling, und verordnet den Deutschen eine Portion Optimismus. dpa

Der Euro am Ende? Die Wirtschaft vor dem Kollaps? Alles kalter Kaffee, sagt der Chef des Euro-Rettungsschirms (EFSF), Klaus Regling, und verordnet den Deutschen eine Portion Optimismus.

HamburgDer Chef des europäischen Rettungsschirms EFSF, Klaus Regling, ist optimistisch, dass den Euro-Ländern eine baldige Lösung der Schuldenkrise gelingt. „Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass die Krise in zwei bis drei Jahren vorbei ist“, sagte er dem „Spiegel“. Voraussetzung dafür sei, dass die Länder ihren Spar- und Reformkurs fortsetzten.

Die Währungsunion werde nicht auseinanderbrechen, weil starke und schwache Länder ein gemeinsames Interesse an ihrem Fortbestand hätten. „Das Risiko, dass der Euro aufgegeben wird, von wem auch immer, ist gleich null“, sagte Regling laut Vorabmeldung vom Sonntag. Heftig ging er mit seinen Landsleuten ins Gericht: „In Deutschland herrscht zum Teil Hysterie.“ Die Deutschen glaubten, dass alles immer nur schlimmer kommen könne. „Das stimmt aber nicht, die Zeichen stehen auf Besserung.“

Der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, forderte Opfer für die Rettung des Euro. „Wir brauchen eine stabile Gemeinschaft“, sagte Keitel der „Frankfurter Rundschau“. Dafür sei der Euro unverzichtbar, auch wenn dessen Rettung schmerze. Der Rettungsschirm verschaffe die Zeit, um die Eurozone zu stabilisieren. Niemand habe diese Notmaßnahmen gewollt, „sie sind aber nötig“. Keitel forderte die Politik auf, deutlich zu machen, wie „wir die Probleme langfristig in den Griff“ bekommen.

Unterdessen formiert sich in der Koalition immer größerer Widerstand gegen eine Ausweitung des europäischen Rettungsfonds. Eine Zustimmung des Bundestags damit unsicher. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach, hält an seinem Nein zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirms fest. „Ich weiß, dass es problematisch ist, wenn die Regierung in diesem Punkt keine eigene Mehrheit hat, aber deshalb kann ich doch nicht gegen meine Überzeugung abstimmen“, sagte Bosbach dem Magazin „Focus“ mit Blick auf die für Ende September geplante Abstimmung im Bundestag.

Kommentare (28)

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Pendler

28.08.2011, 16:09 Uhr

Mit anderen Worten, Regling hat den Euro auch schon abgeschrieben?

Wer so großmundig für den Euro spricht, will vermutlich nur ablenken. Ablenken, bis die wichtigsten Investitionen im Nicht-€ Raum getätigt sind. Immer mehr verschieben sich die dt. Exporte in Nicht-€ Länder. Bei vielen dt. Großunternehmen wird schon in China extrem mehr verkauft, als im €-Raum, zunehmende Tendenz.

Man achte darauf, wohin das Geld gerade wandert, dann bekommt man eine Vorstellung davon, wo die Wirtschaft morgen sein wird.



Paradox

28.08.2011, 16:26 Uhr

Wir glaubten einst, dass der Solidaritätszuschlag nach der Wiedervereinigung nur von kurzer Dauer sei!

Jetzt will man uns doch Weis machen, dass die Transferzahlungen von kurzer Dauer seien!

Lügen haben kurze Beine. Demnach dürften in der Politik nur noch Zwerge an der Regierung sein!

HelmutjosefWeber

28.08.2011, 16:30 Uhr

Das die Schuldenkrise in 2-3 Jahren vorbei ist, glaube ich allerdings auch, denn nach einer Währungsreform sind die Staatsfinanzen erst einmal wieder auf eine solide Grundlage gestellt.
Viele Grüße
H. J. Weber

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