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17.08.2011

12:31 Uhr

Schuldenkrise

Spanien und Italien fordern Euro-Bonds

Die Schulden-Kandidaten Spanien und Italien haben ihre Forderung nach Euro-Bonds erneuert: Die Regierung in Rom hofft, Kanzlerin Merkel bis September zu überzeugen. Beide Länder würden von den Euro-Bonds profitieren.

Silvio Berlusconis Regierung würde sich über Euro-Bonds freuen. Quelle: AFP

Silvio Berlusconis Regierung würde sich über Euro-Bonds freuen.

BerlinDie von den Finanzmärkten mit Argusaugen beobachteten Schulden-Länder Spanien und Italien setzen auch nach dem deutsch-französischen Gipfeltreffen auf die Einführung von Euro-Bonds. Die Regierungen der beiden südeuropäischen Länder erklärten, die Vorschläge von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy zur Integration der Euro-Zone ebneten längerfristig den Weg zum Verkauf dieser gemeinsamen Staatsanleihen - obwohl Merkel und Sarkozy Euro-Bonds nach ihrem Gipfeltreffen am Dienstag zur Enttäuschung der Finanzmärkte erneut abgelehnt hatten.

Euro-Bonds würden die Finanzierungskosten von Spanien und Italien deutlich senken - allerdings auf Kosten von Deutschland und Frankreich. „Je mehr wir uns auf die Integration der Wirtschaftspolitik zubewegen, desto näher kommen wir der Idee von Euro-Bonds“, erklärte ein Regierungssprecher in Madrid. In Rom erklärte ein ranghohes Mitglied der Partei von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, die Regierung hoffe, dass Merkel bis September von Euro-Bonds überzeugt sein werde.

Merkel und Sarkozy hatten nach einem Treffen am Dienstag in Paris die Einführung von Euro-Bonds zunächst ausgeschlossen. Merkel hatte allerdings vermieden, gemeinschaftliche Staatsanleihen für alle Zeiten auszuschließen. Sarkozy hatte betont, Euro-Bonds seien „vielleicht irgendwann in der Zukunft einmal denkbar“, aber erst am Ende der europäischen Integration. Um die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, wollen Deutschland und Frankreich die Integration in der Eurozone beschleunigen, etwa durch eine in den Verfassungen der Euro-Staaten festgeschriebene Schuldenbremse und eine engere Verzahnung der Wirtschaftspolitik.

Von

rtr

Kommentare (8)

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nanoflo

17.08.2011, 12:50 Uhr

Klaro wenn die Italiener und die anderen Länder uns eine Grundschuld eintragen lassen als Sicherheit ist das ok.Am besten da wo evtl. Bodenschätze vorkommen könnten.
Ansonsten NO!Leiht euch für eure Schulden schön selber Geld bei der EZB!!!Warum sollen wir immer für die ganze beschissene Welt aufkommen??Reicht nicht der 1+2 Weltkrieg + Wiedervereinigung als Kosten für uns????Entweder bekommt Deutschland(und evtl. Frankreich) die "alleinige Macht" in der EU(wär nicht mehr als fair) oder NO!!

VIELSPASSmitEUROBONDS

17.08.2011, 13:04 Uhr

Sollen die doch aus dem EURO austreten, dann können sie gemeinsam mit Griechenland EUROBONDS einführen.
Spanien und Italien u.d.a. sollte klar gemacht werden, dass sie ihren Kredit verspielt haben und nichts mehr zu fordern haben! Geschenke von der EZB und dem EURO-Rettungsschirm müssen, dürfen nur mit Auflagen an diese Länder vergeben werden. (zumindest offiziell)
Schuldenbremse??? haben wir doch mit dem Start d. EUROS vor 12 Jahren für die EUROLänder eingeführt
und welches Land hat sich darum gekümmert? Griechenland hat vorsätzlich betrogen, .... usw.
EUROBONDS öffnet den PIIGS-Staaten Tür und Tor sich hemmungslos weiter auf kosten Deutschlands zu verschulden.
Zurückbezahlen muss ja die EU und da 99% Deutschland
Zugegeben kurzfristig profitiert auch die deutsche Wirtschaft von EUROBONDS (bringt Wachstum für 1-2 Jahre)
aber dann wird die Rechnung für die deutschen Steuerzahler sehr, sehr teuer mit entsprechenden Folgen für die Binnenkonjunktur u.eben auch wieder f.d.deutsche Wirtschaft aber da zählt nur der kurzfristige Gewinn.

Kackbolzen

17.08.2011, 13:09 Uhr

Die stolzen Spanier und die bauernschlauen Italiener können ihre Probleme sehr gut selbst lösen. Die suchen nur einen Dummen, der die Last übernimmt. Natürlich haben sie da bei den Deutschen leichtes Spiel. Vor allem bei Rot-Grün, diese ... mir fehlen einfach die Worte. Es soll ja publizierbar bleiben!

Aber genau so habe ich mir Europa vorgestellt: Die einen feiern, weigern sich, Reformen anzupacken, und fordern dann brüsk Solidarität. Bei mir beißen sie auf Granit. Dieses Europa ist einfach nur noch zum Kotzen! Und wer mir was von den "Vereinigten Staaten von Europa" erzählt, dem kann ich nur einen Vogel zeigen. Ein Vielvölkerstaat wie Jugoslawien? Mit Bürgerkrieg nach kurzer Zeit? Oder ein Bundesstaat, in dem vor allem die Deutschen die Rechnung bezahlen sollen? Davon schwadroniert ja der dumme Herr Schick

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