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26.06.2012

03:37 Uhr

Schuldenkrise

US-Regierung erteilt EU Ratschläge vor Gipfel

Nur wenige Tage vor dem EU-Gipfel hofft die US-Regierung auf neue Impulse zur Lösung der Schuldenkrise - und vor allem mehr handfeste Lösungen.

Die Obama-Regierung setzt Europa unter Druck. dapd

Die Obama-Regierung setzt Europa unter Druck.

WashingtonDie US-Regierung hat die europäischen Staats- und Regierungschefs wenige Tage vor dem EU-Gipfel zu konkreteren Schritten im Kampf gegen die Schuldenkrise aufgerufen. Zwar sei den Politikern die Dringlichkeit der Lage bewusster geworden, sagte Finanzstaatssekretärin Lael Brainard am Montag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Es fehlten jedoch noch viele Details zu dem Weg aus der Krise.

Auf dem Gipfel in Brüssel am Donnerstag und Freitag müssten sowohl kurzfristige Schritte zur Entspannung der finanziellen Lage in einigen EU-Ländern abgesprochen werden als auch ein Fahrplan zu einer engeren wirtschaftlichen Integration.

Kommentar: Europa nicht zu Tode retten

Kommentar

Europa nicht zu Tode retten

Die Stabilisierung der Gemeinschaftswährung wird immer teurer, immer unkalkulierbarer, immer riskanter. Zudem ziehen die Mitgliedsstaaten politisch nicht an einem Strang. Sie spielen mit der Existenz Europas.

„Wir hoffen alle, dass sie in den kommenden Tagen etwas Fleisch auf die Knochen packen“, sagte Brainard und bezog sich dabei auf das Versprechen der Europäer beim G20-Gipfel in Mexiko vor einer Woche, alles Nötige zur Überwindung der Krise zu tun.

Die Staats- und Regierungschefs müssten bei klarmachen, wie sie das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen, die Banken stärken und dafür sorgen wollen, dass sich Spanien und Italien zu bezahlbaren Zinsen Geld leihen können. Für die genaue Vorgehensweise seien die Europäer jedoch selbst verantwortlich, erklärte Brainard. „Wir freuen uns alle darauf, Details zu erfahren.“

Der Vorstandsvorsitzende von Goldman Sachs Asset Management, Jim O'Neill, erklärte, die Lösung der Krise sei eine politische und keine wirtschaftliche Frage. In vielerlei Hinsicht stehe Europa wirtschaftlich besser da als die USA und Japan.

„Wenn Angela Merkel und ihre Kollegen zum Rest der Euro-Zone stünden, und wenn sie sich wie eine echte Gemeinschaft verhielten, dann wäre die Krise an diesem Wochenende vorüber.“ Der US-Milliardär George Soros erneuerte seine scharfe Kritik an der kompromisslosen Haltung der deutschen Bundesregierung.

Wenn diese an ihrem Kurs festhalte, könne sie für den Zusammenbruch der Euro-Zone verantwortlich werden, schrieb Soros in einem Beitrag für die „Financial Times“. Angesichts der egoistischen deutschen Position drohe in Brüssel ein „Fiasko“.

Von

rtr

Kommentare (9)

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gandalf

26.06.2012, 07:13 Uhr

Wir lassen uns nichts Vorschreiben . Jeder sollte vor seiner Türe kehren . So redet die derzeitige deutsche Regierung , dabei sich selber noch als ein Euroretter erklären .
Schwach und Hilflos wirkt es , wie ein vertuschender Versager . Merkel , Wulffs waren nieh zu einer Entscheidung für Menschen fähig . Sind einfach zu Egoistisch für die Macht .

Ben-Wa

26.06.2012, 07:21 Uhr

Deutschland soll als Schwein wieder mal geschlachtet werden. In dieser Lage befindet sich dieses Land dank Dr. Kohl.

DERRichter

26.06.2012, 07:57 Uhr

Woher nimmt Soros eigentlich das Recht rumzumoralisieren.
Er und seine Spekulanten sind doch für die Krise erheblichst mitverantwortlich. Wir lassen uns nicht alles vorschreiben und der Euro ist sowieso tot. Hoffentlich schlachtet das Bundesverfassungsgericht die merkelsche Rettungspolitik.

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