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14.02.2012

15:44 Uhr

Schuldenkrise

Wen Jiabao sichert Europa Hilfe zu

Chinas Regierungschef Wen Jiabao will Europa bei der Bewältigung der Schuldenkrise helfen. „Wir lassen unseren Worten Taten folgen“, versprach Wen, nannte aber weder Details noch garantierte er Investitionen.

Chinas Regierungschef Wen Jiabao hat Europa Hilfe bei der Lösung der Schuldenkrise versprochen. AFP

Chinas Regierungschef Wen Jiabao hat Europa Hilfe bei der Lösung der Schuldenkrise versprochen.

PekingChinas Regierungschef Wen Jiabao hat Europa Hilfe bei der Lösung der Schuldenkrise zugesichert. Wie diese konkret aussehen soll, ließ Wen am Dienstag nach dem EU-China-Gipfel in Peking aber offen. „Wir sind gewillt, eng mit der europäischen Seite zu kommunizieren und zu kooperieren“, erklärte er und versprach: „Wir lassen unseren Worten Taten folgen.“

Allerdings nannte Wen weder Details noch garantierte er Investitionen. Am Montag hatte der chinesische Staatsfonds CIC erklärt, er wolle zwar in europäische Firmen investieren, jedoch nicht in europäische Staatsanleihen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte kürzlich in China intensiv darum geworben, dass sich die asiatische Großmacht in Staatsbonds engagiert.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy versicherte in Peking, die Euro-Zone stehe wirtschaftlich auf gesunden Füßen. Der gemeinsame Währungsraum sei „über dem Berg“. Mit finanzieller Stabilität alleine werde man jedoch den Weg aus der Krise nicht komplett zurücklegen, dafür seien Wachstum und ein Stellenaufbau nötig.

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hält Handel für den besten Weg zu globalem Wachstum. Dies sei am effektivsten, sagte Barroso am Dienstag auf dem EU-China-Gipfel in Peking. Bisher lägen die Investitionsflüsse zwischen der Europäischen Union und der Volksrepublik China aber noch weit unter ihren Möglichkeiten.

An dem Gipfel nehmen für China Regierungschef Wen Jiabao und Präsident Hu Jintao und von europäischer Seite Kommissionspräsident Barroso sowie Van Rompuy teil. Das Spitzentreffen war ursprünglich für Dezember geplant, wurde jedoch wegen der sich zuspitzenden Schuldenkrise damals verschoben.

Derzeit ringt die Euro-Zone um ein zweites Hilfspaket über 130 Milliarden Euro für Griechenland. Ohne diese Unterstützung droht dem Mittelmeerland in wenigen Wochen der Bankrott.

Von

rtr

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