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15.01.2013

01:49 Uhr

Schuldenobergrenze

Fed-Chef warnt US-Kongress vor Staatsbankrott

US-Präsident Barack Obama hat am Montag ungewohnt scharfe Töne im Haushaltsstreit angeschlagen. Nun bekam er Schützenhilfe von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Auch der Finanzminister warnt vor wirtschaftlichem Schaden.

US-Notenbankchef Ben Bernanke spricht sich für eine Anhebung der Schuldenobergrenze aus. dapd

US-Notenbankchef Ben Bernanke spricht sich für eine Anhebung der Schuldenobergrenze aus.

Ann ArborUS-Notenbankchef Ben Bernanke hat die Abgeordneten zur Anhebung der Schuldenobergrenze aufgefordert, um einen Staatsbankrott zu vermeiden. "Es ist sehr sehr wichtig, dass der Kongress die notwendigen Maßnahmen ergreift und die Grenze erhöht, um eine Situation zu vermeiden, bei der unsere Regierung die Rechnung nicht bezahlt", sagte Bernanke am Montag auf einer Veranstaltung der Universität Michigan.

Finanzminister Timothy Geithner stieß ins gleiche Horn. Sollte die Schuldengrenze nicht angehoben werden, dann drohe der US-Wirtschaft ein nicht wieder gutzumachender Schaden. Dies könnte zwischen Mitte Februar und Anfang März passieren.

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Eine Blockade wäre „unverantwortlich und absurd“. Es drohe eine Rezession.

Zuvor hatte bereits US-Präsident Barack Obama vor einer neuen Wirtschaftskrise als Folge des erbitterten Haushaltsstreits in den Vereinigten Staaten gewarnt. Obamas Demokraten und die Republikaner liegen seit Monaten wegen der Staatsschulden im Streit.

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Die Erträge sind besonders auf einen Posten im Bank-Portfolio zurückzuführen.

Zum Jahreswechsel konnten sie nur mit einem Minimalkompromiss massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen abwenden, die ansonsten automatisch in Kraft getreten wären und ein großes Risiko für die Wirtschaft dargestellt hätten. Allerdings wurden die Sparmaßnahmen nur um zwei Monate verschoben, so dass der Streit darüber nun mit der Debatte über die Schuldengrenze von 16,4 Billionen Dollar wieder an Schärfe gewinnt.

Denn ohne Anhebung stößt die weltgrößte Volkswirtschaft Ende Februar wie schon im Sommer 2011 an ihre gesetzlich vorgeschriebene Schuldengrenze.

Von

rtr

Kommentare (7)

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yoski

15.01.2013, 03:09 Uhr

Same procedure as last year?
Yes, same procedure as every year.
Erst spielen wir solange Politik bis Wall Street nervoes wird, dann wird alles durchgewunken, wie immer.

Account gelöscht!

15.01.2013, 05:50 Uhr

Es wird darauf hinauslaufen, daß Obama mit seiner Rezessionsdrohung eine höhere Verschuldung durchsetzen kann und dann die FED das Geld produziert, welches Obama gleich wieder ausgibt.

Dann geht in absehbarer Zeit das Spiel erneut los.

Account gelöscht!

15.01.2013, 06:11 Uhr

Ist das nicht widersinnig?
Solange ein Staat sich immer mehr verschuldet und immer neue, zusätzliche Schulden macht, solange ist er NICHT bankrott!
Dachte immmer: Wenn ein Schuldner seine Schulden nicht zurückzahlt und nicht mhr bedienen kann, dann ist er bankrott!
Diese Welt ist immer verrückter!

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