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23.12.2011

11:08 Uhr

Schuldentausch

Griechenland hat Streit mit Privatinvestoren

Die Verhandlungen Griechenlands über einen Anleihetausch mit Privatinvestoren stocken. Beim Zinssatz und bei der Frage der Rekapitalisierung der griechischen Banken herrscht Unklarheit.

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos ist unzufrieden. dapd

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos ist unzufrieden.

AthenIn Griechenlands Verhandlungen mit Privatinvestoren über einen Anleihetausch gibt es nach Angaben der Athener Regierung bei mehreren Themen Streit. Unklarheit herrsche bei Fragen etwa über den Zinssatz für die Anleihen sowie über die Rekapitalisierung der griechischen Banken, sagte Yannis Mourmouras, einer der drei griechischen Vize-Finanzminister, in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Zeitung „Imerisia“. „Ich hoffe, dass wir bald einen Kompromiss auch über die Streitpunkte finden werden.“

Am Dienstag hatte Finanzminister Evangelos Venizelos noch öffentlich erklärt, die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss, zwei Tage später aber Schwierigkeiten eingeräumt. In den Gesprächen geht es im Detail um die Bedingungen des mühsam ausgehandelten Rettungspakets über gut 100 Milliarden Euro. Dabei sind erstmals private Gläubiger mit im Boot (Private Sector Involvement, PSI). Es sieht vor, dass Banken und Versicherer ihre alten Griechen-Bonds gegen neue mit längerer Laufzeit tauschen. Damit geht ein Bewertungsabschlag einher.

Von

rtr

Kommentare (5)

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GHi

23.12.2011, 11:49 Uhr

Der griechische Finanzminister ist Millionär .

Klammert er sich deshalb so an seinen Job um die ausländischen Hilfsgelder selbst auf sein Konto schwarz
zu transferieren .

Bei der griechischen Mafia ist alles möglich u. deutsche
Gelder sind wieder einmal in irgend welchen Kanälen
verschwunden .

Alles für die Bankster u. Reichen u. nichts für das arme
Volk .

corrupto

23.12.2011, 15:13 Uhr

alle Politiker sind Millionäre... ;-)

Delinix1

24.12.2011, 09:52 Uhr

@GHi: das griech. Volk ist in seiner großen Mehrheit nicht arm. Armut ist auch hier wieder sehr relativ zu sehen. Nur sind in GR die Grundvoraussetzungen sozusagen besser. Es wurde über die Jahre ungeheuer viel Schwarzgeld gebunkert. Dieses Schwarzgeld wurde nicht vollständig ausgegeben, sondern befindet sich z.B. noch in Oma’s und Opa’s Tasche. Man meckert auf höherem Niveau.
Bisher wurde kaum umgesetzt, was versprochen war. So stehen die meisten Kürzungen im Öffentlichen Dienst immer noch nur auf dem Papier. In Deutschland aber wird den Leuten suggeriert, das griechische Volk ächze gequält unter der Last der schlimmen Einsparungen. Vielleicht wissen es die Medien auch selbst nicht besser.
Fragen Sie einen verbeamteten Griechen nach der Höhe seines Gehalts, dann bekommen Sie nur vom Grundgehalt zu hören – über alles Andere schweigt er lieber. Denn „das Andere“ macht den Kohl erst fett. Es sind die Zulagen. Man bekommt sie – anders als in Deutschland – nicht nur dann, wenn ein bestimmter Sachverhalt tatsächlich vorliegt, sondern praktisch auf Zuruf. Es wird so gut wie nie überprüft, ob die Voraussetzungen für so eine Zulage vorliegen.
Die größte Zulage ist z.B. die „EKAS“. Sie soll eigentlich derjenige bekommen, dessen Gehalt aus irgendwelchen Gründen nicht ausreicht. Es ist eine Art „automatische Sozialhilfe“. Fazit ist, dass JEDER Beamte sie beantragt hat und auch bekommt. Der Betrag staffelt sich nicht etwa nach Bedürftigkeit, wie man eigentlich annehmen sollte, sondern nach der Höhe des Grundgehalts. Beamte mit niedrigem Grundgehalt erhalten z.B. 100,-€ extra pro Monat. Beamte mit höherem Grundgehalt bekommen ein höheres EKAS, nämlich (z.B.) 800,-€. Diese „Sozialhilfe“ gab es unter anderem Namen sogar für Besserverdienende. Die Beträge waren ungeheuer hoch und die Zahlungen wurden inzwischen stark gekürzt.
Die EKAS-Zahlungen jedoch wurden bisher nur um 10-15% gekürzt.Fortsetzung.

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