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13.06.2012

14:21 Uhr

Schwaches Geschäft

Frankreich denkt über Staatshilfen für Autokonzerne nach

Die französischen Autohersteller wie Renault und Peugeot könnten weitere Staatshilfen erhalten. Ein maues Geschäft auf dem Heimatmarkt und im krisengeschüttelten Südeuropa machte ihnen zuletzt zu schaffen.

Renaults Elektroauto Kangoo Express hängt an der Steckdose. Reuters

Renaults Elektroauto Kangoo Express hängt an der Steckdose.

ParisDie französische Regierung prüft Möglichkeiten einer staatlichen Unterstützung für die kriselnden Autofirmen des Landes. Industrieminister Arnaud Montebourg sagte am Mittwoch in Paris mit Blick auf eine entsprechende Anfrage des französischen Autobauers Renault: "Wir haben diesen Vorschlag in der Prüfung." Die Anfrage sei zwar nicht direkt an die Regierung gerichtet worden, habe die Regierung aber erreicht.

Die Nummer Zwei von Renault, Carlos Tavares, hatte am Dienstag die staatlichen Stellen zu Hilfsmaßnahmen aufgerufen, um den Verkauf von Autos in Frankreich und Europa wie in den Krisenjahren 2008-2009 zu unterstützen. Damals waren in Frankreich und auch in Deutschland wegen des Absatzeinbruchs Abwrackprämien eingeführt worden.

Montebourg wollte sich nun nicht näher zu möglichen Hilfen äußern, weil dies zunächst mit dem sozialistischen Präsidenten François Hollande und Premierminister Jean-Marc Ayrault besprochen werden müsse. Allerdings vertrat der Minister die Ansicht, dass es für den Staat "extrem schwierig" sei, gegenzusteuern, wenn die Nachfrage nach Autos deutlich zurückgehe. Darüber werde aber noch gesprochen werden.

Die französischen Autobauer Renault und PSA Peugeot Citroën erwarten in diesem Jahr in Frankreich und Europa erhebliche Absatzprobleme. Peugeot erwartet für den europäischen Automarkt einen Rückgang um fünf Prozent, für Frankreich sogar um rund zehn Prozent. Renault rechnet in Europa mit einem Absatzrückgang um mindestens drei Prozent.

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