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20.12.2013

17:49 Uhr

Schwangerschaftsabbruch

Spaniens Konservative wollen Abtreibungen einschränken

Bisher gilt in Spanien ein Recht auf Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche, in Ausnahmefällen kann die Frist verlängert werden. Nun will die Regierung das Gesetz verschärfen. Frauenrechtler sind entsetzt.

Spanien diskutiert über die Verschärfung des Abtreibungsgesetzes. Opposition und Frauenrechtler kritisieren das Vorhaben. ap

Spanien diskutiert über die Verschärfung des Abtreibungsgesetzes. Opposition und Frauenrechtler kritisieren das Vorhaben.

MadridSpaniens konservative Regierung will das Recht auf Abtreibung deutlich einschränken. Der am Freitag vom Kabinett beschlossene Gesetzesentwurf sehe vor, dass ein Schwangerschaftsabbruch nur noch im Falle einer Vergewaltigung oder bei einer Gesundheitsgefährdung der werdenden Mutter erlaubt sei, sagte Justizminister Alberto Ruiz-Gallardón. Frauenrechtler und die Opposition hatten das Vorhaben scharf kritisiert.

Bisher gilt in Spanien ein Recht auf Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche. Die Frist kann bis zur 22. Woche verlängert werden, wenn ein Risiko für die Gesundheit der Frau besteht oder es Hinweise auf schwere Behinderungen des Ungeborenen gibt. Die Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy will die von der sozialistischen Regierung im Jahr 2010 eingeführte Regelung nun wieder rückgängig machen. Eine Verabschiedung des Gesetzes im Parlament gilt als wahrscheinlich, da die Volkspartei dort über eine absolute Mehrheit verfügt.

Die Regierung knüpft damit an ein Gesetz aus dem Jahr 1985 an, auch wenn eine Abtreibung anders als damals nicht mehr als Straftat gelten soll. Das Vorhaben war ein Wahlversprechen Rajoys.

Die stellvertretende Vorsitzende der Sozialisten, Elena Valenciano, sprach von einer „unbegreiflichen Einschränkung der Freiheit von Frauen“. Frauenrechtler warnten, Spanien werde dadurch um 30 Jahre zurückgeworfen. Auch der Vorsitzende des Bündnisses für Familienplanung, Luis Enrique Sánchez, warnte vor einem Rückfall in die 80er Jahre, als spanische Frauen gezwungen gewesen seien, für Abtreibungen nach Frankreich oder Großbritannien zu reisen.

In nahezu allen europäischen Ländern sind Abtreibungen legal. In einer Umfrage vom Mai hatten sind 46 Prozent der Spanier für eine Beibehaltung der derzeitigen Gesetzeslage ausgesprochen. 41 Prozent waren für eine strengere Regelung.

Von

afp

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

20.12.2013, 19:00 Uhr

" Neuer CDU-Generalsekretär Tauber gerät wegen Haltung zu Abtreibung unter Druck

Der neue Generalsekretär der CDU, Peter Tauber, soll die CDU jünger und moderner machen. Doch seine Vergangenheit legt nahe, dass Tauber mit einem weitreichenden Abtreibungsverbot sympathisiert. Allein der Verdacht bringt die Partei in die Bredouille. ..."

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-generalsekretaer-peter-tauber-soll-abtreibungsgegner-sein-a-940359.html


NA UND ? Wir brauchen Kinder in Deutschland, darum JA zum Leben. Das ist christlich und human. Was soll daran falsch sein ? Abtreibung wegen "zu früh" oder "zu anstrengend ein Kind zu haben" darf es nicht geben. Ein Kind ist keine Luxus-Investition sondern ein Geschenk des Lebens an das Leben.

Recht auf Abtreibung und Recht auf Prostitution darauf kann man doch als Freiheits-Gewinn für Frauen nicht wirklich stolz sein, oder ?? Oder soll damit künstlich die Geburtenrate "gedrückt" werden ??

ja234no

20.12.2013, 21:21 Uhr

traurig , als einziges wird die zahl der angeblichen vergewaltigungen zunehmen - !! und das bei der allgemein zu beobachtenden vorverurteilung das angeblichen täter

ja234no

20.12.2013, 22:45 Uhr

traurig , als einziges wird die zahl der angeblichen vergewaltigungen zunehmen - !! und das bei der allgemein zu beobachtenden vorverurteilung des angeblichen täters -

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