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10.04.2012

11:21 Uhr

Schwarze Liste

Israel will Aktivisten an Einreise hindern

Israel will am Wochenende die Einreise pro-palästinensischer Aktivisten verhindern. Ziel der palästinensischen Initiatoren ist es, auf die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in Westjordanland aufmerksam zu machen.

Der Flughafen Ben Gurion nahe Tel Aviv. Reuters

Der Flughafen Ben Gurion nahe Tel Aviv.

Tel AvivEin Sprecher des Außenministeriums sagte am Dienstag, man habe eine Schwarze Liste von Personen erstellt, die nicht über den Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv einreisen dürften. Er wollte sich allerdings nicht zur Zahl der Namen äußern.

Wie bereits im Juli vergangenen Jahres werden von Sonntag an Hunderte Menschen erwartet, die sich auf Einladung der Initiative „Willkommen in Palästina“ ein Bild von der Lage im Westjordanland machen wollen. Damals hatte Israel mehreren hundert Aktivisten die Einreise verwehrt, war dafür jedoch kritisiert worden. Etwa 230 Frauen und Männer durften ihren Flug überhaupt nicht antreten, weil das israelische Innenministerium europäischen Fluggesellschaften wie der Lufthansa eine Schwarze Liste mit den Namen von 342 Personen überreicht hatte.

Außenamtssprecher Palmor sagte, Israel wolle wie im vergangenen Jahr vorgehen. „Die Fluglinien sind nicht verpflichtet, mit den israelischen Behörden zu kooperieren.“ Israel sieht die Besucher als „pro-palästinensische Radikale“ an, die Ruhe und Ordnung stören wollen. Polizeisprecher Mickey Rosenfeld sagte, nicht erwünschte Aktivisten sollten in eine Haftanstalt am Flughafen gebracht und von dort aus abgeschoben werden.

Ziel der palästinensischen Initiatoren ist es, auf die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit in Westjordanland aufmerksam zu machen. „Die internationale Gemeinschaft erkennt das Grundrecht der Palästinenser an, ausländische Besucher zu empfangen, und unterstützt das Recht ihrer eigenen Bürger, ungehindert nach Palästina zu reisen“, teilten sie mit. „Wir lehnen alle Versuche ab, uns zu isolieren und mundtot zu machen.

Von

dpa

Kommentare (24)

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sterbende_demokratie

10.04.2012, 11:44 Uhr

So sieht sie also aus die israelische Demokratie......und so etwas zeigt mit dem Finger auf das "System" des Irans.....
Pähhh...

Account gelöscht!

10.04.2012, 12:05 Uhr

Naja, im Iran werden regelmäßig Personen verhaftet die bei den Persern unerwünscht sind , zuletzt war es wohl ein Amerikaner der im Iran wandern wollte !
Egal aus welchem Grund , jedes Land sollte doch bitte selber entscheiden dürfen wer die Gastfreundschaft des jeweiligen Landes bekommen soll und wer nicht !
Eine solche liste erspart vielen große Unannehmlichkeiten , die Erteilung von einem Visa,oder eben nicht, ist die beste und International üblich Vorgehensweise unerwünschte Gäste fern zuhalten .

Wer kein Visa hat und dennoch unrechtmäßig das Land betritt , wird eben nicht nur im Iran Verhaftet !

freiheitliche_demokratie

10.04.2012, 12:06 Uhr

Den Menschenrechtsrat der UN (UNHCR) hat man doch auch nicht einreisen lassen, weil sie sich en Bild über die Siedlungsgebiete machen wollten. Hätte wohl auch Unruhe gebracht, aber mehr nach Außen, indem man die Zustände deutlich macht.

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