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17.11.2014

13:07 Uhr

Schwierige Verhandlungen

China und Australien schließen Freihandelsabkommen

Australien darf künftig 95 Prozent seiner Exporte zollfrei nach China schicken, die beiden Länder haben ein weitreichendes Freihandelsabkommen unterzeichnet. Die Verhandlungen hierzu hatten insgesamt zehn Jahre gedauert.

Nach schwierigen Verhandlungen einigen sich Chinas Präsident Xi Jinping (l.) und Australiens Ministerpräsident Tony Abbott. AFP

Nach schwierigen Verhandlungen einigen sich Chinas Präsident Xi Jinping (l.) und Australiens Ministerpräsident Tony Abbott.

CanberraChina und Australien rücken wirtschaftlich enger zusammen. Beide Länder unterzeichneten am Montag nach langwierigen Verhandlungen ein weitreichendes Freihandelsabkommen. Es sichert australischen Landwirten und Dienstleistern einen besseren Zugang zum chinesischen Markt. Umgekehrt kann China im rohstoffreichen Australien leichter investieren.

„Beide Seiten haben entschieden, ihre bilateralen Beziehungen zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft zu erheben“, sagte der chinesische Präsident Xi Jinping bei einem Besuch in Canberra. China ist bereits Australiens Handelspartner Nummer eins. Das gegenseitige Handelsvolumen beläuft sich derzeit auf umgerechnet rund 105 Milliarden Euro pro Jahr.

Ist das Abkommen voll umgesetzt, können die Australier 95 Prozent ihrer Exporte nach China zollfrei verschicken – von Wein über Baumwolle und Milch bis zu Kupfer und Aluminium. Das Land will so seine Abhängigkeit von Rohstoffen wie Kohle und Eisen beenden.

Die Hoffnungen ruhen auf dem wachsenden Appetit der immer größer werdenden Mittelschicht in asiatischen Staaten wie China nach westlichen Lebensmitteln, den Australien mit dem Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen stillen will. Auch Dienstleister versprechen sich bessere Geschäfte: Sie dürfen künftig Krankenhäuser, Hotels und Restaurants in der Volksrepublik betreiben.

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„Es war eine zehnjährige Reise, aber am Ende haben wir es geschafft“, sagte Ministerpräsident Tony Abbott angesichts schwieriger Verhandlungen. Australien hatte zuvor bereits Freihandelsabkommen mit Japan und Südkorea verabschiedet. Für die Regierung in Peking ist der Vertragsabschluss ebenfalls ein Erfolg.

China und die USA werben mit unterschiedlichen Vorschlägen für einen verbesserten Handel in der Region. Die US-Regierung bevorzugt eine Trans-Pazifische Partnerschaft (TPP) unter Ausschluss Chinas. Deutschland will seine Beziehungen zu Australien ebenfalls verbessern.

„Da könnte sich noch mehr tun“, sagte Abbott. Er vereinbarte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Sydney im Nachklang zum G20-Gipfel eine gemeinsame Arbeitsgruppe, die ausloten soll, auf welchen Gebieten beide Länder besser kooperieren können.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

17.11.2014, 14:32 Uhr

China und Australien schließen Freihandelsabkommen

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Und damit gewinnt die Eurasische Union einen weiteren Vorteil...

weil Australien etwa mit England stark zusammen verbunden ist...

England wieder starker Partner der " EU " ist...

und somit hätte die Eurasische Union allerlei Möglichkeiten die " EU " zu umgehen.

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