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18.01.2005

13:21 Uhr

Sciri hat gute Aussichten auf einen Wahlsieg

Zwei Tote bei Anschlag auf Schiiten-Partei

Ein Selbstmordattentäter hat am Dienstag vor einem Büro der Schiiten-Partei SCIRI eine Autobombe gezündet und einen Wächter mit in den Tod gerissen. Die Autobombe richtete außerdem großen Schaden an dem Gebäude an, einem der Hauptbüros von SCIRI im Stadtteil Dschadrija.

HB BAGDAD. Sieben Menschen wurden bei der Explosion des Autos verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ein Sprecher der Partei, des Obersten Rats für die Islamische Revolution im Irak (Sciri) sagte, Wachleute vor dem Gebäude hätten kurz vor der Detonation das Feuer auf den Attentäter eröffnet. Bei dem Todesopfer handele es sich um einen Wachmann. Im Vorfeld der für den 30. Januar geplanten Wahlen kommt es immer wieder zu Anschlägen, mit denen Aufständische die Abstimmung verhindern wollen.

Die während der Herrschaft des gestürzten Staatschefs Saddam Hussein unterdrückten Schiiten machen rund 60 Prozent der Bevölkerung aus. Die Sunniten fürchten, nach den Wahlen an Einfluss zu verlieren. Der Widerstand gegen die Übergangsregierung wird vor allem von Sunniten getragen. Im vergangenen Monat waren bei einem Bombenanschlag auf die Sciri-Zentrale in der irakischen Hauptstadt mehrere Menschen getötet worden. Bei zwei Anschlägen in den den Schiiten heiligen Städten Nadschaf und Kerbela wurden fast 70 Menschen getötet. Auch auf Anhänger des einflussreichen schiitischen Geistlichen Ajatollah Ali al-Sistani wurden Anschläge verübt.

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