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18.02.2015

03:25 Uhr

Sechswöchige Feuerpause

Syrien will Luftangriffe auf Aleppo aussetzen

Die syrische Regierung hat sich laut Uno-Diplomaten bereit erklärt, die Luftangriffe auf Aleppo für sechs Wochen einzustellen. Damit soll ein vom Sondergesandten de Mistura vorgeschlagener Friedensplan getestet werden.

Kämpfe in Syrien

Beobachtungsstelle: Über 150 Tote bei Kämpfen um Aleppo

Kämpfe in Syrien: Beobachtungsstelle: Über 150 Tote bei Kämpfen um Aleppo

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AleppoDie syrische Regierung ist offenbar zu einer humanitären Waffenruhe in der umkämpften Metropole Aleppo bereit. Der Uno-Sondergesandte Staffan de Mistura sagte am Dienstag (Ortszeit) vor Journalisten am Uno-Sitz in New York, Damaskus habe eingewilligt, "sämtliche Luft- und Artillerieangriffe in ganz Aleppo für die Dauer von sechs Wochen einzustellen". Das Datum für den Beginn der örtlichen Waffenruhe werde noch verkündet.

De Mistura hatte kürzlich Syrien besucht und sich dort auch mit Präsident Baschar al-Assad getroffen. Am Dienstag berichtete er dem Uno-Sicherheitsrat von seiner Mission in das Bürgerkriegsland. Er bat demnach die syrische Regierung darum, eine UN-Mission nach Aleppo zu lassen, die einen bestimmten Bezirk für den Test der Feuerpause bestimmen solle. Die Uno hofft demnach darauf, dass sich die örtliche Waffenruhe anschließend auf weitere Gebiete ausdehnen kann.

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Auch die bewaffnete Opposition, die Teile von Aleppo kontrolliert, solle zu einer Einstellung der Kämpfe gedrängt werden, sagte de Mistura. "Unser Ziel ist es, so viele Zivilisten wie möglich zu verschonen, während wir nach einer politischen Lösung suchen." Während der Feuerpause sollen auch humanitäre Güter verteilt werden.

Der syrische Bürgerkrieg hatte mit regierungskritischen Protesten im Frühjahr 2011 begonnen. Seitdem wurden Schätzungen zufolge bereits mehr als 210.000 Menschen getötet. Erst am Dienstag hatten syrische Regierungstruppen eine neue Offensive auf die von Rebellen kontrollierten Viertel in Aleppo gestartet.

Einige Uno-Experten sind jedoch skeptisch angesichts der örtlichen Waffenruhen. So erinnerte ein Diplomat an einen ähnlichen Versuch im syrischen Homs, wo Rebellen ihre Positionen aufgegeben hätten, diese aber anschließend von Regierungstruppen eingenommen worden seien. Dies sei "keine humanitäre Waffenruhe sondern eine Kapitulation" gewesen.

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