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15.04.2012

11:26 Uhr

Secret Service

Obamas Bodyguards in Sexskandal verstrickt

Elf Mitarbeiter des amerikanischen Secret Service sollen im kolumbianischen Cartagena Prostituierte mit auf ihr Hotelzimmer genommen haben. Über den Vorfall wurde auch US-Präsident Barack Obama informiert.

Agenten des Secret Service in Cartagena: Elf Mitarbeiter wurden zwangsbeurlaubt. dapd

Agenten des Secret Service in Cartagena: Elf Mitarbeiter wurden zwangsbeurlaubt.

CartagenaDie Teilnahme von US-Präsident Barack Obama am Amerika-Gipfel in Kolumbien ist durch eine Sexaffäre um seine Leibwächter überschattet worden. Der US-Geheimdienst Secret Service suspendierte elf seiner Mitarbeiter wegen mutmaßlicher Kontakte zu Prostituierten am Gipfelort und schickte sie nach Hause, wie der Vizechef des Secret Service, Paul Morrissey, am Samstag sagte. Bei ihnen handele es sich um Agenten und uniformierte Offiziere.

Die „Natur des Fehlverhaltens in Verbindung mit einer Null-Toleranz-Politik bei persönlichem Fehlverhalten“, habe zu der Entscheidung geführt, die Mitarbeiter von ihren Aufgaben zu entbinden, sagte Morrissey. Die Beamten seien abgezogen, in die USA gebracht und nach Befragungen gemäß der Vorschriften beurlaubt worden. Obamas Sprecher Jay Carney sagte, der Präsident habe dennoch weiterhin volles Vertrauen in den Secret Service, der vor allem für seine Sicherheit verantwortlich ist. Am Gipfelort wurden die Leibwächter ersetzt.

Der Kommandeur des für Mittel- und Südamerika zuständigen Southern Command der US-Armee, General Douglas Fraser, musste kurz darauf einräumen, dass auch fünf Mitarbeiter seines Stabes in denselben Fall verstrickt seien. Er sei „enttäuscht über den ganzen Vorfall“, wurde Fraser zitiert. Den Soldaten, die wegen des Verdachts auf „schweres Fehlverhalten“ abkommandiert wurden, drohen nun Disziplinarverfahren und „Bestrafungen“.

Der Skandal sei ins Rollen gekommen, als einer der Personenschützer eine Prostituierte nicht habe bezahlen wollen, berichtete der Fernsehsender CNN unter Berufung auf einen früheren Reporter der „Washington Post“ und Geheimdienst-Experten, der ein Buch über den Secret Service veröffentlicht hat. Die Prostituierte sei dann zur Polizei gegangen. Daraufhin schaltete sich die US-Botschaft ein.

Der republikanische Vorsitzende des Ausschusses für innere Sicherheit im US-Repräsentantenhaus, Peter King, sagte der „New York Times“, dass den elf Secret-Service-Mitarbeitern vorgeworfen werde, Prostituierte mit aufs Zimmer genommen zu haben.

Kommentare (2)

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StefanWischniowski

15.04.2012, 13:19 Uhr

na und???

Account gelöscht!

15.04.2012, 16:01 Uhr

11 Männer haben sich eine Frau für Sex gekauft.
Das kommt täglich millionenfach vor. Übrigens auch umgekehrt.
Wo soll jetzt der "Sexskandal" sein?
Schade, dass die Redaktion des Handelsblattes einfach kommentarlos Propagandabegriffe weiter verbreitet, die irgendeine Nachrichtenagentur in die Welt setzt.

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