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14.10.2011

13:52 Uhr

Seit Beginn der Unruhen

UN geht von mehr als 3000 Toten in Syrien aus

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind in Syrien seit Mitte März mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien tausende Menschen verhaftet worden oder wurden gefoltert.

Demo von Assad-Unterstützern in Damaskus dpa

Demo von Assad-Unterstützern in Damaskus

GenfSeit Beginn der Unruhen in Syrien Mitte März sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Darunter seien mindestens 187 Kinder, teilte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, am Freitag in Genf mit. Allein in den vergangenen zehn Tagen sei vom Tod von mehr als 100 Menschen berichtet worden.

Die UN berufen sich weitgehend auf Augenzeugen, da sie selbst keine direkten Zugang nach Syrien haben. Nach Angaben aus US-Kreisen bei den UN handelt es sich dabei um zivile Opfer. Das Regime in Damaskus hatte dagegen am vergangenen Freitag in Genf die Oppositionskräfte beschuldigt, während der vergangenen Monate 1100 Menschen getötet zu haben. Auch die Regierung spricht von Zivilisten, obwohl Experten davon ausgehen, dass es sich dabei zumeist um Mitglieder der Sicherheitskräfte handelt.

Nach Angaben von UN-Kommissarin Pillay wurden tausende Menschen verhaftet, seien verschwunden oder wurden gefoltert. „Scharfschützen auf den Dächern und der unangemessene Einsatz von Gewalt gegen friedliche Demonstranten - einschließlich des Gebrauchs scharfer Munition und die Bombardierung von Wohnhäusern gehören in vielen syrischen Städten bereits zum Alltag“, beklagte die Kommissarin.

Pillay rief die internationale Staatengemeinschaft erneut auf, die Zivilbevölkerung in Syrien vor der zerstörerischen und gnadenlosen Repression zu schützen. „Da sich immer mehr Militärangehörige weigern, Zivilisten anzugreifen und die Seite wechseln, zeigt die Krise bereits beunruhigende Zeichen einer Entwicklung zum bewaffneten Kampf“, sagte Pillay.

Von

dpa

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