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27.11.2014

18:09 Uhr

Selbstmordanschlag in Kabul

Fünf Tote bei Attentat auf Botschaftsfahrzeug

Ein Selbstmordattentäter in Kabul hat einen Anschlag auf ein britisches Botschaftsfahrzeug verübt und dabei fünf Menschen mit in den Tod gerissen. Mehrere Personen wurden verletzt. Die Opfer waren Zivilisten.

In Kabul hat ein Selbstmordattentäter einen Anschlag auf ein britisches Botschaftsfahrzeug verübt. Vier Menschen starben, mehrere wurden verletzt. AFP

In Kabul hat ein Selbstmordattentäter einen Anschlag auf ein britisches Botschaftsfahrzeug verübt. Vier Menschen starben, mehrere wurden verletzt.

KabulIn der afghanischen Hauptstadt Kabul hat nur wenige Stunden nach einem Anschlag auf ein britisches Botschaftsfahrzeug eine Explosion das Diplomatenviertel erschüttert. Eine Autobombe sei in der Nähe eines ausländischen Gästehauses im Viertel Wasir Akbar Khan detoniert, teilte das Militär am Donnerstag mit. Viele Gebäude in dem Stadtteil werden von Botschaften und ausländischen Organisationen genutzt.

Unmittelbar nach der Explosion seien Schüsse zu hören gewesen, berichteten Reuters-Mitarbeiter. Über mögliche Opfer lagen zunächst keine Informationen vor. Zu dem Bombenanschlag bekannten sich die radikal-islamischen Taliban. Sie haben nach eigenen Angaben auch das Attentat auf das Botschaftsfahrzeug verübt, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen. Unter den Toten ist ein Brite, mehr als 30 Menschen wurden verletzt.

Die Schießerei am Gästehaus hielt auch noch mehr als eine Stunde nach der Bombenexplosion an. „Zwei oder drei Aufständische sind auf das Gelände vorgedrungen“, sagte ein Militärkommandeur. „Unsere Soldaten sind vor Ort, die Kämpfe halten an.“ Die Taliban erklärten, ihre Kämpfer hätten „ein wichtiges Zentrum des Feindes“ attackiert.

Zu dem Angriff auf das Botschaftsfahrzeug im Osten Kabuls in der Nähe des internationalen Viertels erklärten die Extremisten, Ziel seien „Truppen der ausländischen Invasoren“ gewesen.

Der britische Außenminister Philip Hammond teilte mit, der ums Leben gekommene Brite sei Mitarbeiter eines zivilen Sicherheitsteams gewesen. Einer der vier getöteten Afghanen habe für die britische Botschaft gearbeitet. Das Botschaftsfahrzeug wurde bei dem Anschlag völlig zerstört, es blieb nur noch ein verkohltes Wrack zurück.

In Kabul wurden zuletzt eine ganze Reihe von Anschlägen verübt. Erst am Montag waren zwei US-Soldaten bei einer Bombenexplosion getötet worden.

Ende des Jahres läuft der Kampfeinsatz der ausländischen Truppen in Afghanistan aus. Danach soll nur noch ein Bruchteil der derzeitigen Truppenkontingente im Land verbleiben, vornehmlich zur Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte.

Von

rtr

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