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23.02.2004

18:03 Uhr

Selbstmordattentat

13 Polizisten sterben bei Attentat im Irak

Im Norden des Irak sind bei einem Selbstmordattentat 13 Polizisten getötet worden. 51 Menschen wurden verletzt. Der Anschlag ereignete sich nur wenige Stunden vor einem Besuch von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld.

HB KIRKUK. Der Attentäter fuhr nach Angaben der Polizei mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto direkt in eine Polizeiwache in Kirkuk. Irakische Untergrundkämpfer haben wiederholt die Polizei angegriffen, die mit den von den USA geführten Besatzungstruppen zusammenarbeitet. Rumsfeld will bei seinem vierten Irak-Besuch seit Beginn der Invasion im März vergangenen Jahres Möglichkeiten erörtern, den irakischen Sicherheitskräften nach einer Machtübergabe an eine Übergangsregierung im Frühsommer mehr Verantwortung zu übertragen.

Das Attentat auf die Polizeiwache ereignete während eines Schichtwechsels. „Er hat uns überrascht. Wir konnten nicht eine einzige Kugel auf den Attentäter abfeuern“, sagte ein Polizist. Ein anderer Polizist, der selbst leicht verletzt wurde, sagte: „Körperteile des Attentäters, seine Beine und Hände, waren in dem Polizeigebäude verstreut.“ Blutlachen bedeckten den Boden vor dem Gebäude.

Kirkuk liegt rund 250 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad in der ölreichen kurdischen Region. Die Kurden fordern eine größere Autonomie und konkurrieren mit anderen Bevölkerungsgruppen um mehr Einfluss vor der Übergabe der Macht von der US-geführten Zivilverwaltung an die Iraker. Die Übergabe ist für den 30. Juni geplant. Über den Zeitplan und die Abhaltung von Wahlen gibt es Streit zwischen der Zivilverwaltung und einigen Bevölkerungsgruppen. Der Chef der Zivilverwaltung, Paul Bremer, erklärte nun, er gehe davon aus, dass der irakische Regierungsrat bis zum 28. Februar die für die geplante Machtübergabe wichtige Übergangsverfassung verabschieden werde.

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