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19.07.2012

08:28 Uhr

Selbstmordattentat

Sieben Israelis sterben bei Anschlag iin Bulgarien

Nach dem Anschlag auf einen Bus mit israelischen Touristen auf dem Flughafen in Burgas ist die Zahl der Todesopfer womöglich auf acht gestiegen. Ein Selbstmordattentäter soll die Explosion herbei geführt haben.

Israelis getötet

Anschlag in Bulgarien wohl von Selbstmordattentäter verübt

Israelis getötet: Anschlag in Bulgarien wohl von Selbstmordattentäter verübt

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Sofia/Burgas/El AvivDer Anschlag auf israelische Touristen am Flughafen der Schwarzmeerstadt Burgas ist nach Angaben der bulgarischen Regierung von einem Selbstmordattentäter verübt worden. „Die Explosion wurde von einem Mann hervorgerufen, der bei dem Anschlag getötet wurde“, sagte Innenminister Zwetan Zwetanow am Donnerstag.

Sicherheitskameras hätten einen langhaarigen Mann in Sportkleidung aufgenommen, der sich vor der Explosion etwa eine Stunde lang am Ort des Anschlags aufhielt, berichtete die bulgarische Nachrichtenagentur Novinite. Er sei mit einem Rucksack unterwegs gewesen und habe mit Shorts bekleidet wie ein gewöhnlicher Tourist ausgesehen. Seine Leiche habe die schlimmsten Verletzungen aufgewiesen. Er habe gefälschte US-Ausweise bei sich gehabt. Die Behörden gingen daher davon aus, dass es sich bei dem Mann um den Selbstmordattentäter handelte. Seine Identität sei noch nicht geklärt.

Zwetanow zufolge wurden bei dem Anschlag acht Menschen getötet - sechs Israelis, der bulgarische Busfahrer und der Selbstmordattentäter. 31 weitere Israelis seien verletzt worden. Die meisten von ihnen seien in ein Krankenhaus von Burgas gebracht worden und sollten so schnell wie möglich nach Israel zurückgebracht werden.

Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman machte am Donnerstag abweichende Angaben zur Zahl der Opfer. Insgesamt seien fünf Israelis, ein bulgarischer Busfahrer sowie ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter getötet worden, so die Information aus Tel Aviv.

Rauch zieht nach der Explosion in einem Touristenbus über den Flughafen von Burgas. dpa

Rauch zieht nach der Explosion in einem Touristenbus über den Flughafen von Burgas.

Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak beschuldigte am Donnerstag die radikal-islamische Hisbollah aus dem Libanon, den Anschlag verübt zu haben. „Die unmittelbaren Attentäter waren Hisbollah-Leute, die natürlich ständige iranische Unterstützung haben“, sagte Barak im israelischen Rundfunk. Bereits unmittelbar nach der Tat hatte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem „iranischen Terror“" mit einem massiven -Gegenschlag gedroht. Dagegen warnte Bundesaußenminister Guido Westerwelle vor voreiligen Schuldzuweisungen. Jetzt seien Zurückhaltung und verantwortungsvolles Handeln angebracht, sagte Westerwelle in der ARD.

Israelische Helfer flogen der Nacht zum Donnerstag nach Bulgarien, um die Toten und Verletzten zurück nach Israel zu holen. Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak sagte dem Rundfunk am Donnerstag, für den Anschlag seien Mitglieder der libanesischen Hisbollah-Miliz verantwortlich. Den Auftrag hätten sie von Israels Erzfeind Iran erhalten.

Der Flughafen der Stadt Burgas bleibt vorübergehend gesperrt. Zwetanow zufolge soll er am Donnerstagabend wieder freigegeben werden. Bis dahin werden alle Flüge nach Warna umgeleitet.

Kommentare (5)

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Messias

19.07.2012, 09:05 Uhr

+++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

observer

19.07.2012, 10:37 Uhr

+++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

Account gelöscht!

19.07.2012, 12:58 Uhr

Diese abscheuliche Tat muß sehr gut vorbereitet gewesen sein.
Ich selbst habe vor einigen Jahren an einem großen deutschen Flughafen im Sicherheitsbereich Passagiere eines Fliegers nach Israel bei der Sicherheitskontrolle beobachten können. Da wurde von eigenen Sicherheitsleuten eine extrem gründliche Filzung aller vorgenommen. Daher kann ich nicht nachvollziehen wie dieser Mann mit Bombe in den Flughafen Bus gekommen ist.
Jetzt wird wieder die Angst umgehen.

Schönen Tag noch.

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