Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.01.2015

08:45 Uhr

Seltene Erden

China hebt Exportbeschränkungen auf

Sie werden für die Herstellung von Computer, Handys, Windturbinen oder Batterien benötigt: Um Umwelt und Ressourcen zu schützen, hat China den Export Seltener Erden 2010 beschränkt – nun wurde die Regelung aufgehoben.

Aus China stammen mehr als 90 Prozent der Weltproduktion an den begehrten Seltenen Erden. dpa

Aus China stammen mehr als 90 Prozent der Weltproduktion an den begehrten Seltenen Erden.

PekingChina hat staatlichen Medien zufolge die Exportbeschränkungen für Seltene Erden aufgehoben. Damit komme es einem Schiedsspruch der Welthandelsorganisation (WTO) nach, die die Ausfuhrquoten für unzulässig erklärt hatte, berichteten die Medien am Montag.

Aus China stammen mehr als 90 Prozent der Weltproduktion an den begehrten Industriemetallen. Sie werden für Rüstungs- und viele Technologieerzeugnisse wie Computer, Handys, Windturbinen und Batterien benötigt. China hatte die Ausfuhr 2010 mit der Begründung beschränkt, Umwelt und Ressourcen besser schützen zu wollen.

Die Regierung in Peking verweist darauf, dass auch andere Länder wie die USA viele Abbaustätten aus ökologischen Gründen geschlossen hätten. Zur Gewinnung Seltener Erden sind hohe Mengen von Säure erforderlich. Außerdem fallen leicht radioaktive Abfälle an. Jahrzehnte ungebremsten Wirtschaftswachstums haben China gewaltige Umweltprobleme gebracht.

Kampf gegen Luftverschmutzung: China subventioniert „grüne“ Autos

Kampf gegen Luftverschmutzung

China subventioniert „grüne“ Autos

Im Kampf gegen die Luftverschmutzung in Großstädten will China die Produktion umweltfreundlicherer Autos bis zum Jahr 2020 fördern. Importeure wie BMW oder Nissan werden jedoch nicht davon profitieren.

Das WTO-Schiedsgericht urteilte im März nach einer Klage der USA, der EU und Japans, dass die Exportquoten chinesischen Firmen unfaire Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die Beschränkungen hatten die Weltmarkt-Preise für die stark gefragten Rohstoffe drastisch in die Höhe getrieben.

Es war erwartet worden, dass China die Quoten etwa durch höhere Rohstoff-Steuern ersetzt. Die Führung in Peking hat versucht, die heimische Produktion zu drosseln und verstärkt gegen Schmuggel und illegale Produktion vorzugehen.

Von

rtr

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Peter Noack

05.01.2015, 09:11 Uhr

China hebt Exportbeschränkungen für Seltene Erden auf und halbiert die Preise.

Das alles nur wegen einem Schiedsspruch. Kann man auch maximale Förderung von Öl und Gas per Schiedsgericht erreichen? Industriestaaten schaffen das. Schwellenstaaten müssen sich fügen.

Herr Johann Brädt

05.01.2015, 14:25 Uhr

China hätte den Schiedsspruch der WTO auch ignorieren können, dann hätten alle anderen WTO-Mitglieder das Recht kompensierende Strafzölle zu erheben. Die Regulierung der Seltenen Erden in China zielte auf die ausländische Konkurrenz in der Hightech-Branche ab. Chinesischen Produzenten wurde ein privilegierter Zugang gewährt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×