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03.01.2012

14:05 Uhr

Senegal

Sänger Youssou N'Dour will Präsident werden

Der populäre Musiker bringt sich bei den anstehenden Wahlen gegen Abdoulaye Wade in Stellung . Viele Senegalesen unterstützen die politischen Ambitionen von Youssou N'Dour, trotz Zweifeln an seiner Kompetenz.

Will den Senegal nicht nur mit seiner Stimme bewegen: Youssou N'Dour. dpa

Will den Senegal nicht nur mit seiner Stimme bewegen: Youssou N'Dour.

DakarDer weltbekannte Sänger Youssou N'Dour tritt im Februar bei den Präsidentschaftswahlen im Senegal gegen Amtsinhaber Abdoulaye Wade an. „Ich bin Kandidat“, sagte der 52-jährige Musiker am Montagabend in den privaten Radio- und Fernsehsendern, die zu seiner Mediengruppe gehören. Seine Kandidatur bezeichnete der seit langem politisch und sozial aktive Senegalese als seine „patriotische Pflicht“.

Viele Senegalesen hätten sich in der Vergangenheit für seine Kandidatur ausgesprochen, sagte N'Dour in seiner Erklärung. „Ich habe zugehört und antworte positiv auf eure Forderung.“ Er sei eine echte Alternative zu Wade, der im Februar eine weitere Amtszeit anstrebt. N'Dour beteuerte, keine Mühen zu scheuen, um sich im Falle eines Wahlsiegs für sein Land einzusetzen. „Mein Leben besteht zu zehn Prozent aus Inspiration und zu 90 Prozent aus Transpiration.“

„Es stimmt, ich habe keine höheren Studien genossen, aber die Präsidentschaft ist eine Funktion und kein Beruf“, sagte der weltweit bekannte Sänger weiter. Er habe zudem wiederholt seine Kompetenz und sein Engagement bewiesen. „Ich habe an der Schule der Welt gelernt“, sagte er. „Reisen bildet genauso wie Bücher.“

Zuletzt hatte es wiederholt Gerüchte über eine mögliche Kandidatur N'Dours bei den Wahlen gegeben. Der Verfassungsrat des Landes muss nun bis Ende Januar über die Gültigkeit der bei ihm eingereichten Kandidaturen für die Wahl entscheiden. Die erste Runde der Präsidentschaftswahl ist für den 26. Februar vorgesehen. Zur Wahl dürften sich rund 20 Kandidaten stellen.

Der 85-jährige Wade war 2000 erstmals zum Präsidenten gewählt worden. N'Dours Mediengruppe hatte in der Vergangenheit immer wieder kritisch über den Staatspräsidenten berichtet.

 

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Von

afp

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