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26.11.2013

21:37 Uhr

Senkaku-Inseln

USA schicken Bomber in umstrittenes Seegebiet

Die USA schalten sich im Inselstreit zwischen China und Japan ein: Ohne Ankündigung haben sie zwei Langstreckenbomber in das Gebiet geschickt. Die Anspannung in dem rohstoffreichen Seegebiet steigt deutlich.

Die Insel Uotsuri, die zu den umstrittenen Senkaku-Inseln gehört: Die USA haben sich in den Konflikt eingeschaltet. dpa

Die Insel Uotsuri, die zu den umstrittenen Senkaku-Inseln gehört: Die USA haben sich in den Konflikt eingeschaltet.

WashingtonDie USA haben zwei Langstreckenbomber vom Typ B-52 ohne Vorwarnung zu einem Übungseinsatz in ein von China beanspruchtes Seegebiet geschickt. Die Besatzungen seien über die von Japan verwalteten Senkaku-Inseln geflogen und hätten ihre Flüge weder vorher noch per Funk angemeldet, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Washington. Demnach gab es keine Reaktion aus China.

Die Regierung in Peking streitet sich mit Japan um die unbewohnte Seeregion, die in China als Diaoyu-Inseln bekannt sind. Der Konflikt eskalierte, als China am Wochenende eine Luftverteidigungszone ausrief. Nach den chinesischen Vorgaben müssen Besatzungen ihre Flugpläne an die Behörden in Peking melden. Maschinen, die sich nicht identifizieren, drohte China mit "defensiven Notmaßnahmen". Experten zufolge versucht der kommunistische Staat damit, die japanische Verwaltung der Inseln damit zu untergraben.

Inselstreit mit Japan: China entsendet Kriegsschiffe ins Südchinesische Meer

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China entsendet Kriegsschiffe ins Südchinesische Meer

Eine Luftverteidigungszone über der umstrittenen Inselgruppe ist den chinesischen Militärs offenbar nicht genug: Jetzt hat China seinen einzigen Flugzeugträger in die Gewässer rund um die Senkaku-Inseln entsandt.

Die amerikanischen Langstreckenbomber flogen dem Verteidigungsministerium zufolge bereits am Montag über das Gebiet. Der Einsatz habe auf einem Stützpunkt in Guam begonnen. Danach seien die Besatzungen auf die Pazifikinsel zurückgekehrt.

Als Demonstration seiner militärischen Stärke entsandte China währenddessen seinen Flugzeugträger „Liaoning“ zu einer Trainingsfahrt ins Südchinesische Meer, wo China auch mit anderen Nachbarn um Inselgruppen streitet.

Das chinesische Vorgehen war in Japan und den USA auf scharfe Kritik gestoßen. Deutschland äußerte sich besorgt. Im Südchinesischen Meer werden große Öl- und Gasvorkommen vermutet. Zudem gilt die Region als fischreich. China beansprucht ein Großteil des Meeres und liegt mit mehreren Anrainern im Clinch. Die umstrittenen Inseln liegen etwa 350 Kilometer vom chinesischen Festland und 400 Kilometer von der japanischen Insel Okinawa entfernt. Dort sind die USA mit zahlreichen Stützpunkten und Tausenden Soldaten vertreten.

Die Errichtung einer Luftverteidigungszone sei ein „einseitiger Versuch, den Status quo im Ostchinesischen Meer mit Gewalt zu ändern, und wird die Lage weiter eskalieren“, sagte Japans Regierungssprecher Yoshihide Suga nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats in Tokio. Zuvor hatte das Außenministerium den chinesischen Botschafter einbestellt, um seinen Protest vorzutragen.

Ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama forderte unterdessen China und Japan auf, den Streit diplomatisch zu lösen. Das Verhalten der Volksrepublik spitze die Lage unnötig zu.

Kommentare (2)

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Numismatiker

27.11.2013, 10:42 Uhr

Hier im Forum wird - auch von meiner Seite - viel ,gerne und heftig gegen Amerika gewettert , meistens zurecht.

Aber für solche Fälle - chinesischer Großmachtswahn- ist eine starke US Army unerläßlich.

Die Senkaku-Inseln sind japanisch.

JJJ

27.11.2013, 10:52 Uhr

Einem Anderen den Schädel einschlagen. Aus welchem Grund auch immer. Ein Dauerthema der Menschheit...

Schon immer gab es genug Leute die mit ihrem niedrigen Bewusstsein "geprotzt" haben und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern.

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