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29.05.2014

21:26 Uhr

Separatisten-Angriff

Zwölf Tote nach Hubschrauberabschuss

Mit einem Raketenwerfer haben Aufständische in der Ostukraine einen Militärhubschrauber abgeschossen und dabei zwölf Soldaten getötet. Übergangspräsident Turtschinow will den Kampf gegen die Separatisten aber fortführen.

Ukrainischer Checkposten an einer Straße in Richtung Slawjansk. AFP

Ukrainischer Checkposten an einer Straße in Richtung Slawjansk.

KiewProrussische Separatisten haben am Donnerstag im Osten der Ukraine einen Militärhubschrauber abgeschossen und dabei zwölf Soldaten getötet. Unter den Opfern sei auch General Wolodymyr Kultschyzki, teilte die Präsidentschaft in Kiew mit. Die Aufständischen kündigten unterdessen die Freilassung von vier OSZE-Beobachtern an, die sie in ihre Gewalt gebracht hatten. Moskau rief den Westen auf, mäßigend auf die Führung in Kiew einzuwirken.

„Ich habe gerade die Information erhalten, dass die Terroristen nahe Slawjansk unseren Hubschrauber abgeschossen haben“, sagte Übergangspräsident Alexander Turtschinow bei einer Rede im Parlament. Der Angriff sei mit einer tragbaren Boden-Luft-Waffe aus Russland verübt worden. Turtschinow äußerte sich dennoch überzeugt, dass die Armee ihren Kampf „gegen die Terroristen zu Ende führen wird und die von Russland finanzierten Kriminellen entweder eliminiert werden oder auf der Anklagebank landen“.

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Eine Rebellengruppe in der Ostukraine hält offenbar die vier vermissten OSZE-Mitarbeiter fest. Doch die Separatisten wollen die Beobachter offenbar freilassen. Rund um die Stadt Slawjansk kommt es erneut zu Kämpfen.

Ein Rebellensprecher sagte mehreren russischen Nachrichtenagenturen, der Hubschrauber sei bei schweren Gefechten am südlichen Stadtrand von Slawjansk abgeschossen worden. Durch das Vorgehen des Militärs seien zudem Häuser von Zivilisten in Brand geraten. Die Regierungstruppen führen seit mehreren Wochen eine Militäroffensive gegen die Separatisten im Osten der Ukraine. Die Führung in Kiew wirft Russland vor, die Kreml-treuen Kämpfer gezielt mit Waffen und Söldnern zu unterstützen.

Ein Rebellensprecher räumte am Donnerstag ein, dass es sich bei einem Großteil der Anfang der Woche bei Gefechten am Flughafen von Donezk getöteten Separatisten um Russen handelte. 33 von ihnen stammten demnach aus muslimischen Regionen wie Tschetschenien.

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