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27.06.2014

09:42 Uhr

Separatisten

Ukrainische Soldaten bei Rebellen-Angriff getötet

Die Gefechte in der Ostukraine gehen weiter. Einem Militärexperten zufolge wurden fünf Angehörige der Regierungstruppen von prorussischen Separatisten getötet. Die Separatisten hätten einen Stützpunkt gestürmt.

Schwer-bewaffnete prorussische Separatisten: Die Rebellen hätten Granaten eingesetzt und seien von acht russischen Panzern unterstützt worden. AFP

Schwer-bewaffnete prorussische Separatisten: Die Rebellen hätten Granaten eingesetzt und seien von acht russischen Panzern unterstützt worden.

KiewBei einem Angriff prorussischer Separatisten in der Ostukraine sind einem Militärexperten zufolge fünf Angehörige der Regierungstruppen getötet worden. Die Kämpfer hätten einen Stützpunkt in der Nähe von Kramatorsk gestürmt, berichtete der Blogger Dmitri Timtschuk am Freitag. Der Experte ist weithin anerkannt, weil er über gute Quellen in den Streitkräften verfügt.

Nach seinen Informationen wurden bei dem Zwischenfall auch fünf Menschen verletzt. Die Rebellen hätten Granaten eingesetzt und seien von acht russischen Panzern unterstützt worden. Bei dem Gefecht sei ein „Panzer der Terroristen“ zerstört und ein weiterer erbeutet worden. Zu Verlusten aufseiten der Rebellen machte Timtschuk keine Angaben. Die Separatisten gaben zunächst keine Stellungnahme ab.

Der eskalierende Machtkampf in der Ostukraine

Nach dem Sturz...

... der moskautreuen Führung in Kiew und dem Anschluss der Krim an Russland ist der Konflikt um die mehrheitlich russischsprachige Ostukraine eskaliert.

Erste Ausschreitungen...

... gibt es am 6. April. Bei Demonstrationen in der Ostukraine gibt es massive Ausschreitungen. Moskautreue Aktivisten besetzen Verwaltungsgebäude in den Millionenstädten Charkow und Donezk.

Die Besetzer...

... fordern am 7. April erstmalig Referenden über eine Abspaltung der Ostukraine von Kiew und rufen eine souveräne Volksrepublik aus. In weiteren Orten werden Gebäude besetzt.

Ein „Anti-Terror-Einsatz“...

... am 13. April gegen Separatisten in Slawjansk fordert Tote und Verletzte. In Charkow werden bei Zusammenstößen von Gegnern und Anhängern einer Annäherung an Russland Dutzende verletzt.

Barack Obama...

... telefoniert am 14. April mit Kremlchef Wladimir Putin. Der US-Präsident äußert sich darin besorgt darüber, dass Moskau die prorussischen Separatisten unterstütze. Putin bestreitet eine Einmischung.

Ein Friedensplan...

... wird am 18. April bei einem internationalen Treffen in Genf beschlossen. Wichtigster Punkt: Die Separatisten sollen die Waffen niederlegen und besetzte Gebäude räumen.

Mit Panzern und Hubschraubern...

... gehen Regierungstruppen am 24. April bei Slawjansk gegen Separatisten vor. Putin verurteilte den Einsatz der ukrainischen Armee als „sehr ernstes Verbrechen“, das „Folgen“ für die Regierung in Kiew haben werde.

Militärbeobachter der OSZE...

... werden am 25. April von Separatisten in deren Gewalt gebracht, darunter sind vier Deutsche. In Slawjansk beschuldigt der örtliche Separatistenführer Wjatscheslaw Ponomarjow die Gruppe der Spionage.

Zurschaustellung der Geiseln...

...am 27. April. Die OSZE-Geiseln werden von Ponomarjow der Presse vorgeführt. Sie sollen gegen inhaftierte Separatisten ausgetauscht werden.

Neue Sanktionen...

... gegen Moskau verhängen die EU und die USA am 28. April aus Verärgerung über das Vorgehen Russlands gegen Moskau. Am selben Tag wird in Charkow der Bürgermeister durch einen Schuss schwer verletzt. Auf dem Militärflugplatz Kramatorsk beschießen Unbekannte Regierungseinheiten.

Die prorussischen Militanten...

... besetzen 30. April in Lugansk und Gorlowka weitere Gebäude. In Kiew räumt Übergangspräsident Alexander Turtschinow ein, die Kontrolle über Teile des Landes verloren zu haben.

Der Gegenschlag...

... von Kiew erfolgt am 2. Mai. Truppen der ukrainischen Armee, der Nationalgarde und des Innenministeriums gehen in Slawjansk und Kramatorsk massiv gegen die Separatisten vor.

Der Angriff ereignete sich, obwohl die Regierung eine Feuerpause ausgerufen hatte, die am Abend (21.00 Uhr MESZ) endet. Dem Experten zufolge attackierten die Rebellen Regierungstruppen auch bei Slawjansk. Ein Soldat sei durch Heckenschützen verletzt worden. Ein weiterer Angriff habe sich bei Artemiwsk ereignet. Dabei habe es keine Verletzten gegeben.

Von

rtr

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