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28.06.2017

15:26 Uhr

Serbien

Neue Regierungschefin lässt Kritiker abblitzen

Die Kritik an ihrer sexuellen Ausrichtung sei keines Kommentars würdig, sagt Ana Brnabic. Die designierte Ministerpräsidentin Serbiens wäre die erste Frau im Amt. Der Kurs ihres Vorgängers soll weitergefahren werden.

Die designierte serbische Ministerpräsidentin lässt Kritik abperlen. Reuters

Ana Brnabic

Die designierte serbische Ministerpräsidentin lässt Kritik abperlen.

BelgradSerbiens designierte Regierungschefin Ana Brnabic hat Kritikern ihrer sexuellen Ausrichtung klar gemacht, dass sie solche Anfeindungen mit keinem Kommentar würdigen wolle. Die Nominierung der offen lesbischen 41-Jährigen hatte für Kritik aus der Regierungskoalition und von schwulenfeindlichen Gruppen in dem traditionell geprägten Balkanland gesorgt. „Ich glaube, manche haben sich gewundert, warum ich nicht reagiert habe. Das war meine Antwort“, sagte Brnabic am Mittwoch im Parlament bei der Vorstellung ihrer Regierungsmannschaft.

Die Abgeordneten haben bis Freitag Mitternacht Zeit, das Kabinett zu bestätigen. Die Zustimmung gilt als sicher, da die SNS-Partei des bisherigen Amtsinhabers Alexandar Vucic und ihre Unterstützer über eine satte Mehrheit verfügen. Brnabic ist Serbiens erste Frau im Amt des Ministerpräsidenten.

Die Quereinsteigerin war zuletzt Ministerin für Öffentliche Verwaltung. Das Amt war freigeworden, weil der bisherige Regierungschef Vucic nach seiner Wahl im April in das Amt des Staatsoberhauptes gewechselt war. Die meisten serbischen Medien erwarten, dass der starke Mann des Balkanlandes auch künftig die Arbeit der Regierung prägen wird. Ihre Regierung werde den Kurs ihres Vorgängers mit den Prioritäten Modernisierung, Bildung und Wirtschaftspolitik fortsetzen, sagte Brnabic.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Tom Schmidt

28.06.2017, 15:46 Uhr

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