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06.12.2014

09:57 Uhr

Serbischer Präsident

Kosovo statt EU-Beitritt

Rhetorik auf dem Balkan: Serbiens Präsident Nikolic scheut die Konfrontation nicht und bestärkt seinen Willen, den Kosovo nicht anerkennen zu wollen. Sollte Serbien den EU-Beitritt so verspielen, dann sei es eben nötig.

Der serbische Präsident Tomislav Nikolic: „Kosovo kann nicht nur deshalb aufgegeben werden, damit wir mehr Euros bekommen.“ AFP

Der serbische Präsident Tomislav Nikolic: „Kosovo kann nicht nur deshalb aufgegeben werden, damit wir mehr Euros bekommen.“

BelgradDer serbische Staatspräsident Tomislav Nikolic hat die Anerkennung der früheren Provinz Kosovo als Vorbedingung für den EU-Beitritt seines Landes strikt abgelehnt. Das werde „von der Verfassung, den Interessen und der Gemütslage der Bürger sowie durch den Stolz und die Moral“ verhindert, sagte er der Belgrader Zeitung „Novosti“ (Samstag). Brüssel und Washington würden Serbien vor die Wahl stellen „entweder Kosovo oder Europa“, sagte Nikolic. Seine Position teile auch die Regierung. Kosovo könne nicht nur deshalb aufgegeben werden, „damit wir mehr Euros bekommen“.

Von

dpa

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