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18.02.2017

15:08 Uhr

Sergej Lawrow zu Nato

Russlands Außenminister attackiert Nato

VonTorsten Riecke

Während der US-Vize Pence auf der Münchener Sicherheitskonferenz ein Bekenntnis der USA zur Nato übermittelt, attackiert der russische Außenminister Lawrow die Nato als eine Institution des Kalten Krieges.

Angela Merkel (CDU) und der russische Außenminister Sergej Lawrow geben einander die Hand. Lawrow betont, dass Russland an einem stabilen Europa und an einer Zusammenarbeit mit den USA interessiert sei. dpa

Fortsetzung Münchner Sicherheitskonferenz

Angela Merkel (CDU) und der russische Außenminister Sergej Lawrow geben einander die Hand. Lawrow betont, dass Russland an einem stabilen Europa und an einer Zusammenarbeit mit den USA interessiert sei.

MünchenDer russische Außenminister Sergej Lawrow hat auf der Münchener Sicherheitskonferenz heftige Kritik an der Nato geübt. „Die Nato ist eine Institution des Kalten Krieges im Denken und Herzen. Vielleicht brauchen wir eine post-west Weltordnung“, sagte der Russe. Sein Land habe Interesse an einem stabilen Europa und an einer Zusammenarbeit mit den USA, versicherte Lawrow. Er schlug vor, die militärische Präsenz von Russland und der Nato in Osteuropa zu überprüfen und sich dann darüber zu unterhalten.

Auf die Frage, warum Russland das Minsker Friedensabkommen nicht umsetze, verwies Lawrow darauf, dass auch die Ukraine ihr Versprechen politischer Wahlen in der Ostukraine noch nicht erfüllt habe. Er machte für die Zerstörung der zivilen Infrastruktur und für zivile Opfer die Truppen von Kiew verantwortlich. „Westliche Medien berichten nicht in dieser Weise darüber“, sagte der Außenminister, „warum berichten sie nicht darüber?“

Münchener Sicherheitskonferenz: Pence beruhigt die Europäer

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US-Vizepräsident Mike Pence bekennt sich im Namen der Regierung Trump zur Nato – und fordert die Europäer auf, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Bundeskanzlerin gibt sich zurückhaltend.

Kurz vor einem Treffen mit seinen Kollegen aus Deutschland, Frankreich und der Ukraine, bei dem die Außenminister über Wege zur Deeskalation in dem Konflikt beraten wollen, forderte Lawrow Lawrow die Regierung in Kiew und die prorussischen Separatisten im Osten des Landes zum Dialog auf. Die Kämpfe in der Ostukraine waren zuletzt wieder eskaliert. Zuletzt waren die Kämpfe vor allem um die Stadt Awdijiwka so heftig wieder aufgeflammt wie seit langem nicht mehr.

Den Vorwurf, Russland mische sich in westliche Wahlen ein, wies Lawrow zurück. „Ich habe keine Fakten gesehen, es gab nur Anschuldigungen“, sagte der Diplomat. Russland sei bereit, zusammen mit dem Westen über mehr Cybersicherheit zu sprechen. Der Nato-Russland-Rat könne das zum Thema machen, wie es ja auch die deutsche Bundeskanzlerin vorgeschlagen habe.

Kommentare (1)

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Unbekannt

20.02.2017, 10:04 Uhr

Wie lange wollen wir den Russen noch erlauben, mit allen Mitteln Europa und die Naton zu zerlegen, während wir über die Gasimporte den KGB-Schwindel des Herrn Putin finanzieren?

Im Jahre 2014 gab es im HB einen Artikel über die Steigerung der Gasimporte aus Kanada, Norwegen etc. Seitdem ist es sehr ruhig geworden um das Thema. Es wäre nützlich, wenn das HB das Thema nochmal aufgreifen könnte.

Solche nichtmilitärischen strategischen Maßnahmen bringen mehr als Panzer oder Flugzeuge!

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