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09.09.2011

11:07 Uhr

Serie: Mein 11. September

„Ich fragte mich, warum begehen Menschen solche Verbrechen?“

VonStanislaw Tillich

Die Anschläge vom 11. September 2001 brannten sich tief ins Gedächtnis der Menschen. Sachsens Ministerpräsident Tillich musste wie viele danach lernen, mit der Furcht vor Terroranschlägen umzugehen.

Der Ministerpräsident von Sachsen, Stanislaw Tillich (CDU). APN

Der Ministerpräsident von Sachsen, Stanislaw Tillich (CDU).

Es gibt Tage im Leben, die vergisst keiner von uns. Tage, die zu der Kategorie gehören: Wo war man, was hat man just in diesem Augenblick gemacht? So ein Tag ist der 11. September 2001. Ich erinnere mich, als sei es gestern gewesen: Ich war bei der Eröffnung der neuen ungarischen Botschaft in Berlin, als ich von dem Anschlag auf das World Trade Center in New York City hörte.

Ich war tief bestürzt. Ich fragte mich, warum begehen Menschen solche Verbrechen? Ich war einfach fassungslos und zugleich in tiefer Trauer. Ich habe mir viele Fragen gestellt: Zeichnet sich hier ein schwerer Konflikt zwischen der westlichen Welt und dem Islam ab? An normale Arbeit war an diesem Tag nicht mehr zu denken, auch wenn das Tagesgeschäft irgendwie weitergehen musste.

Seither hat sich viel verändert: Wir alle sind wachsamer geworden. Wir lernen, mit unserer Furcht vor Terroranschlägen umzugehen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind verstärkt worden. Leider müssen wir damit Einschränkungen beim Reisekomfort hinnehmen. Dennoch: Unsere Freiheit und unsere Lebensfreude können uns die Terroristen nicht nehmen.

Auch Sachsen blieb nicht natürlich ausgenommen: Anfangs haben die Anschläge auch im Freistaat Unsicherheit und Angst nach sich gezogen. Inzwischen sind viele Sachsen aktiv im Kampf gegen den Terror. Ob als Soldaten in Afghanistan oder am Horn von Afrika, als Ausbilder oder Helfer. Sie alle tragen dazu bei, dass unsere Welt sicherer wird. Wir haben Tote und Verwundete bei diesen Einsätzen zu beklagen, leider erst jüngst wieder. Ihnen, ihren Familien und Freunden, gelten unsere Gedanken an diesem Tag ganz besonders.

Andererseits sind die demokratischen Kräfte nach dem 11. September enger zusammengerückt. Die Bundeswehreinsätze beispielsweise wurden mit einer breiten Mehrheit im Bundestag beschlossen. Dieses Zusammenstehen für unsere Werte und unsere Freiheit ist die beste Antwort an die Terroristen.

Lesen Sie hier mehr persönliche Erinnerungen zum 11. September2001 von Handelsblatt-Korrespondenten sowie Prominenten aus Politik und Wirtschaft.

Ablauf der Anschläge vom 11. September 2001

08.38 Uhr

Die US-Luftfahrtbehörde FAA alarmiert die militärische Luftüberwachung NORAD, dass offenbar American Airlines Flug 11 von Boston nach Los Angeles entführt wurde.

08.46 Uhr

Der Flug AA 11, eine Boeing 767 mit 92 Menschen an Bord, schlägt im Nordturm des World Trade Centers ein. In der Fassade klafft einriesiges Loch, die oberen Stockwerke gehen in Flammen auf. Viele Menschen sind eingeschlossen, hunderte Rettungskräfte eilen zu dem Gebäudekomplex im Süden Manhattans.

09.03 Uhr

Eine zweite Boeing 767 von United Airlines mit 65 Menschen an Bord, die ebenfalls von Boston nach Los Angeles fliegen sollte, rast in den Südturm des World Trade Centers. Das Ereignis wird von Fernsehzuschauern rund um die Welt live verfolgt.

09.30 Uhr

US-Präsident George W. Bush, der eine Schule in Sarasota im Bundesstaat Florida besucht, tritt vor die Presse und sagt, das Land werde offenbar von Terroristen angegriffen.

09.37 Uhr

Eine Boeing 757 von American Airlines, unterwegs mit 64 Menschen von Washington nach Los Angeles, stürzt in das Pentagon und bringt einen Teil des Westflügels des Verteidigungsministeriums zum Einsturz.

09.45 Uhr

Die FAA schließt den Luftraum der USA, alle Flugzeuge müssen auf dem nächstgelegenen Flughafen landen. In Washington wird das Weiße Haus evakuiert.

09.59 Uhr

Der Südturm des World Trade Centers stürzt in einer gigantischen Staubwolke in sich zusammen. Hunderte Zivilisten und Rettungskräfte werden von den Trümmern verschüttet.

10.03 Uhr

Eine Boeing 757 von United Airlines mit 44 Menschen an Bord, die von New York nach San Francisco fliegen sollte, stürzt nahe Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania in ein Feld. Offenbar hatten Passagiere über Handy von den Anschlägen erfahren und sich gegen die Flugzeugentführer aufgelehnt.

10.28 Uhr

Auch der Nordturm des World Trade Centers stürzt ein. Über den Süden Manhattans legt sich eine dicke Schicht aus Schutt und Staub.

12.39 Uhr

Bush verspricht in einer weiteren Stellungnahme, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die US-Streitkräfte seien in die höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Anschließend wird der Präsident auf die Luftwaffenbasis Offutt im Bundesstaat Nebraska in Sicherheit gebracht.

13.50 Uhr

Der Bürgermeister von Washington, Anthony Williams, ruft für die US-Hauptstadt den Notstand aus.

15.35 Uhr

Ein US-Regierungsvertreter erklärt, dass das Terrornetzwerk El Kaida von Osama bin Laden verdächtigt werde, hinter den Anschlägen zu stecken.

17.20 Uhr

Ein Nachbargebäude der Zwillingstürme am World Trade Center stürzt ebenfalls ein. Das Hochhaus war durch herabfallende Trümmer schwer beschädigt worden.

20.30 Uhr

Der inzwischen ins Weiße Haus zurückgekehrte Bush wendet sich in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die US-Bevölkerung. Darin kündigt er ein hartes Vorgehen gegen die Terroristen und diejenigen an, die den Drahtziehern der Anschläge Unterschlupf gewährt haben.

Kommentare (1)

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Conradius

10.09.2011, 13:33 Uhr

Wer nach 10 Jahren immer noch glaubt das den Anschlag auf WTC das Werk von Terroristen war, der ist wohl sehr schlecht informiert. Mehr als 1200 Berufsachitecten, die Täglich mit die Konstruktion von Hochhäuser arbeiten haben eine Petition "Achitects forTruth" unterschrieben , worin Sie erklären das den Einsturz von die 3 WTC Gebäude nichts zu tun haben kann mit die Flugzüge die in 2 Gebäude hinein geflogen sind. Die Gebäude sind mit Nano-Termite professionäl gesprengt worden. Das ist die Überzeugung von 75 Chemiker "Scientists for Truth" die den Staub von WTC untersucht haben. Es gibt nur 3 Firmen auf der Welt, die das mit spezielle computer gesteuerte Programme überhaupt können. Die USA brauchte nach der Sowjet Union einfach wieder einen neuen Feind. Dann doch lieber gleich ein feind kreieren der auch noch Öil hat.

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