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15.02.2011

12:18 Uhr

Sex-Affäre Ruby

Stürzt diese Frau Berlusconi?

Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi muss sich in der Sexaffäre um eine minderjährige Prostituierte aus Marokko vor Gericht verantworten - in einem Schnellverfahren. Die Richterin ließ sich mit ihrer Entscheidung viel Zeit: Denn im Falle einer Verurteilung drohen dem Premierminister bis zu 15 Jahre Haft.

Berlusconi soll mit der damals minderjährigen Marrokanerin - Codename Ruby - bezahlten Sex gehabt und danach versucht haben, es zu vertuschen. Quelle: Reuters

Berlusconi soll mit der damals minderjährigen Marrokanerin - Codename Ruby - bezahlten Sex gehabt und danach versucht haben, es zu vertuschen.

RomDer italienische Regierungschef Silvio Berlusconi muss sich wegen der Sexaffäre um eine junge Marokkanerin in einem Schnellverfahren vor Gericht verantworten. Die Anklagepunkte lauten auf Amtsmissbrauch und Umgang mit minderjährigen Prostituierten. Das entschied die Ermittlungsrichterin Cristina Di Censo am Dienstag - der Prozess soll am 6. April beginnen.

Berlusconi wird Amtsmissbrauch vorgeworfen, weil er im Mai 2010 die damals 17-jährige Marokkanerin Ruby persönlich vor dem Gefängnis bewahrt haben soll. Der Anklagepunkt des Umgangs mit minderjährigen Prosituierten stützt sich vor allem auf abgehörte Telefongespräche. Die junge Ruby soll nach den Ermittlungen noch minderjährig zusammen mit anderen bezahlten Frauen bei wüsten Partys in Berlusconis Villa Arcore bei Mailand mitgemacht haben.

Für beide Anklagepunkte gebe es ausreichend Beweise, begründete die Ermittlungsrichterin ihre Zustimmung zu dem beantragten
Schnellverfahren gegen Berlusconi. Im Falle einer Verurteilung drohen Berlusconi bis zu 15 Jahre Haft. Amtsmissbrauch wird mit bis zu zwölf Jahren Gefängnis bestraft, Prostitution mit Minderjährigen mit höchstens drei Jahren.

Ruby als Buch-Blickfang

Video: Ruby als Buch-Blickfang

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dpa

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