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13.05.2013

17:31 Uhr

Sex-Affäre

Sechs Jahre Haft für Berlusconi gefordert

Die Schlinge für Silvio Berlusconi zieht sich enger. Die Staatsanwaltschaft fordert eine mehrjährige Haftstrafe für den ehemaligen Regierungschef. Der Vorwurf: In seiner Villa habe es systematische Prostitution gegeben.

Staatsanwaltschaft fordert 6 Jahre Haft für Berlusconi

Video: Staatsanwaltschaft fordert 6 Jahre Haft für Berlusconi

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MailandIm Prozess um seine angeblichen wilden Sexpartys soll Silvio Berlusconi nach dem Willen der Chefanklägerin für sechs Jahre in Haft. Außerdem forderte Ilda Boccassini in ihrem Plädoyer am Montag in Mailand, dass der frühere italienische Regierungschef (76) nie wieder öffentliche Ämter übernehmen dürfe. Zuvor hatte die Anklägerin Berlusconi schwer belastet: In seiner Villa Arcore habe es „systematische Prostitution“ gegeben, sagte sie.

Berlusconis Verteidigung wird vermutlich auf Freispruch plädieren. Sie kommt am 3. Juni zu Wort. Das Urteil könnte dann am 24. Juni gefällt werden. Berlusconis Anwalt Nicolò Ghedini sprach am Montag von einer extrem hohen Strafmaßforderung der Staatsanwältin.

Die Anklage wirft dem 76-Jährigen Amtsmissbrauch und Sex mit minderjährigen Prostituierten vor. Im Zentrum des Prozesses steht die damals 17 Jahre alte Marokkanerin Karima El Marhoug, genannt „Ruby“, mit der Berlusconi bezahlten Sex gehabt haben soll. Beide bestreiten das.

Berlusconi habe sehr wohl gewusst, dass seine Sex-Partnerin „Ruby“ zu dem Zeitpunkt noch minderjährig gewesen sei, so die Anklage. Für die Abende in Arcore sei Geld direkt von ihm an die junge Frau gegangen. Mehr als viereinhalb Millionen Euro habe Berlusconi „Ruby“ gezahlt, erklärte Anklägerin Boccassini.

Mit dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft wurde der „Ruby“-Prozess am Montag nach einer mehr als zweimonatigen Unterbrechung in Mailand fortgesetzt. Berlusconi war zuvor mit einem Antrag gescheitert, den Prozess wegen Befangenheit der Richter nach Brescia zu verlegen.

Die Staatsanwaltschaft wirft Berlusconi außerdem Amtsmissbrauch vor, weil er „Ruby“ im Frühjahr 2010 mit einem Anruf in Mailand vor Schwierigkeiten mit der Justiz bewahren wollte. Berlusconi gab an, er habe sie für eine Verwandte des damaligen ägyptischen Staatspräsidenten Husni Mubarak gehalten und diplomatische Verwicklungen mit Kairo vermeiden wollen.

Der „Ruby“-Prozess mit dem erstinstanzlichen Urteil im Juni ist eines von mehreren Verfahren, in denen Berlusconi angeklagt ist. Vergangene Woche erst war er wegen Steuerbetrugs erneut verurteilt worden.

Von

dpa

Kommentare (7)

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13.05.2013, 19:14 Uhr

Mit dem Steuervergehen macht das dann 10 Jahre. Und hoffentlich wird der Kerl auch eingelocht und muß die Strafe absitzen. Bei der Beurteilung der Haftfähigkeit sollte auch der optische Eindruck berücksichtigt werden und nicht allein ein ärztliches Gutachten. Für irgendwas muß das Lifting doch gut sein ;-)

Account gelöscht!

13.05.2013, 19:25 Uhr

Also ich finde das Foto von Berlustconi super - er blickt knallhart :-) In den Knast wird er natuerlich nie gehen. Bunga, Bunga Partys dort koennte man nicht verantworten.

Account gelöscht!

13.05.2013, 19:54 Uhr

Mit mehr als viereinhalb Millionen Euro (!) soll sich also "Ruby" ihre Möse vergoldet haben.
Das ruiniert uns die ganzen Preise auf der Oranienburger- u. der Kurfürstenstraße!
Die Alte aus dem Verkehr ziehen, sofort!

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