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12.12.2014

15:20 Uhr

Shanghai als Vorbild

China plant neue Freihandelszonen

Die Freihandelszone in Shanghai galt als Pilotprojekt für die Öffnung der chinesischen Wirtschaft. Sie gehört zu den umfassenderen Finanzreformen des Landes. Nun sollen drei vergleichbare Gebiete mit Sonderregeln folgen.

Ausländischen Unternehmen soll erlaubt werden, stärker in bisher nur eingeschränkt zugängliche Bereiche zu investieren. Reuters

Ausländischen Unternehmen soll erlaubt werden, stärker in bisher nur eingeschränkt zugängliche Bereiche zu investieren.

PekingChina will drei weitere Freihandelszonen mit lockereren Regeln für die Wirtschaft schaffen. Das Kabinett in Pekinger beschloss am Freitag, nach einem ersten Vorstoß in Shanghai im vergangenen Jahr auch in Guangdong, Fujian und Tianjin vergleichbare Gebiete mit Sonderregeln einzurichten. Dabei solle das Projekt in Shanghai als Vorbild dienen.

Sofern es möglich sei, könnten die dort erprobten Regeln für Finanz-, Handels- und Investmentgeschäfte auf den Rest des Landes ausgeweitet werden. China stehe vor einer neuen Runde der Liberalisierung auf hohem Niveau, erklärte die Pekinger Führung ohne nähere Erläuterungen.

Die Freihandelszone in Shanghai galt als Pilotprojekt für die Öffnung der chinesischen Wirtschaft. Sie gehört wie die Liberalisierung des Devisenhandels zu umfassenderen Finanzreformen. So werden in Shanghai innerhalb eines 29 Quadratkilometer großen Gebiets verschiedene Reformen getestet, die zu einer geringeren Regulierung ähnlich wie in den Industrieländern führen sollen.

Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

Immobilienblase

Seit Jahren schießen die Immobilienpreise in Chinas Großstädten in ungeahnte Höhen - seit Monaten mehren sich jedoch Zeichen für einen Kollaps.

Schattenbanken

Neben den trägen Staatsbanken hat sich in China ein großer Markt von nicht-registrierten Geldinstituten etabliert, die der Staat bislang nicht kontrollieren kann.

Faule Kredite

Banken haben ohne genaue Prüfung Firmen immense Kredite für unproduktive und verschwenderische Investitionen gegeben.

Überkapazitäten

Mit Subventionen der Regierung haben viele Branchen gewaltige Überkapazitäten aufgebaut, beispielsweise die Solarindustrie. Aber sie werden ihre Produkte nicht los.

Internationale Krisen

Chinas Wirtschaft hängt vom Export ab. Geraten wichtige Abnehmerländer in Krisen, hat auch China Probleme.

Ausländischen Unternehmen wird erlaubt, stärker in bisher nur eingeschränkt zugängliche Bereiche zu investieren. Die Regierung kündigte zudem an, diese Möglichkeiten in Shanghai in Zukunft noch auszuweiten. Schon im September hatte China die Regeln gelockert. Ausländische Firmen hatten zuvor noch gezögert, sich in Shanghai zu engagieren.

Von

rtr

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