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12.09.2012

14:59 Uhr

Shebab-Miliz

Anschlag auf Somalias neuen Präsidenten

Auf den neuen somalischen Präsidenten Cheikh Mohamoud wurde ein Anschlag verübt. Verantwortlich für die zwei Explosionen ist eigenen Angaben zufolge die islamistische Shebab-Miliz. Der Staatschef wurde nicht verletzt.

Somalias neu gewählter Präsident Cheikh Mohamoud. Reuters

Somalias neu gewählter Präsident Cheikh Mohamoud.

MogadischuAuf den neuen somalischen Präsidenten Hassan Cheikh Mohamoud ist ein Anschlag verübt worden. Der erst am Montag gewählte Präsident wurde durch die beiden Explosionen nahe des Hotels in Mogadischu nicht verletzt, teilte ein Sprecher der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM), Ali Houmed, am Mittwoch mit. Alle Menschen im Hotel seien unversehrt. Mohamoud residiert in dem Hotel in der somalischen Hauptstadt. Zum Zeitpunkt des Anschlags traf er dort nach Angaben aus kenianischen Regierungskreisen kenianische Abgeordnete und Kenias Außenminister Sam Ongeri.

Kurz nach den Explosionen bekannte sich die islamistische Shebab-Miliz zu dem Anschlag und drohte mit weiterer Gewalt. "Wir sind verantwortlich für den Angriff auf den sogenannten Präsidenten und die Delegation", die bei ihm war, sagte ein Sprecher der Miliz, Ali Mohahmoud Rage, der Nachrichtenagentur AFP. "Es wird mehr derartige Angriffe geben, bis Somalia befreit ist."

Die Präsidentschaftswahl am Montag war der vorläufige Höhepunkt eines unter UN-Schirmherrschaft stehenden Stabilisierungsprozesses für Somalia. Das unter Gewalt und Hungersnöten leidende Bürgerkriegsland am Horn von Afrika hat seit dem Sturz von Präsident Siad Barre im Jahr 1991 keine funktionierende Zentralregierung. Die Shebab-Miliz hatte den Wahlprozess als "feindlichen Akt" kritisiert.

Von

afp

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