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20.07.2011

10:19 Uhr

Sicherheit

EU-Kommissar fordert strengere Spielzeugkontrollen

EU-Industrie-Kommissar Antonio Tajani fordert strengere Kontrollen zur Spielzeug-Sicherheit. Produkte, die den Standards nicht entsprechen müssten zur Not sogar vernichtet werden.

Ein Steckspiel aus Kunststoff. Quelle: dpa

Ein Steckspiel aus Kunststoff.

StraßburgEU-Industriekommissar Antonio Tajani hat die Regierungen der Europäischen Union zu strengeren Kontrollen von Spielzeug aufgefordert. „Es ist von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit der Kinder, dass Kinderspielzeug ungefährlich und ungiftig ist“, sagte Tajani der „Welt“ vom Mittwoch. Er rief die nationalen Prüfbehörden auf, die ab Mittwoch geltenden neuen Sicherheitsanforderungen für Spielzeug „sehr streng zu überprüfen“. Notfalls müsse Spielzeug, das den Sicherheitsanforderungen nicht entspreche, „unverzüglich vernichtet werden“.

In der EU trat am Mittwoch eine Richtlinie in Kraft, die Kinder besser vor gefährlichem Spielzeug schützen soll. In Deutschland und den 26 anderen EU-Staaten gelten von nun an strengere Grenzwerte etwa für chemische Substanzen, die Krebs auslösen oder das Erbgut schädigen können. Sie dürfen sich nicht mehr in „zugänglichen Teilen“ der Spielsachen befinden. Besonders giftige Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber sind ganz verboten, die Grenzwerte für Nickel wurden gesenkt. Für einige Chemikalien, darunter krebserregende Substanzen, gibt es aber noch eine Übergangsfrist von zwei Jahren. Für diese Stoffe greifen die neuen Vorschriften erst bei Spielsachen, die ab dem 20. Juli 2013 auf den Markt kommen.

Von

afp

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