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26.03.2012

09:37 Uhr

Sicherheit gefährdet

Türkische Botschafter verlassen Damaskus

Aufgrund mangelnder Sicherheit hat die Türkei ihre Botschaft in Syrien geschlossen. Damit folgt Ankara dem Beispiel mehrerer Staaten. Für Montag ist ein Treffen syrischer Regierungsgegner in Istanbul anberaumt.

Bombenanschlag in Damaskus: Syriens Hauptstadt ist gefährlich. dpa

Bombenanschlag in Damaskus: Syriens Hauptstadt ist gefährlich.

AnkaraDie Türkei hat am Montag ihre Botschaft in Syrien geschlossen. Wegen der Verschlechterung der Sicherheitsbedingungen seien die Aktivitäten der Botschaft bis auf weiteres ausgesetzt, sagte ein türkischer Diplomat. Das gesamte türkische Botschaftspersonal hat demnach die syrische Hauptstadt Damaskus verlassen. Aus dem Umfeld der türkischen Regierung war von einer „starken politischen Botschaft“ an die Regierung von Präsident Baschar al-Assad die Rede. Das türkische Generalkonsulat im nordsyrischen Aleppo nahe der Grenze zur Türkei soll dagegen geöffnet bleiben.

Mit der Schließung der Botschaft folgt Ankara dem Beispiel mehrerer EU-Staaten, der USA und der sechs Golfmonarchien. Die Türkei, die einst enge Beziehungen zum Nachbarn Syrien pflegte, hat wegen des seit einem Jahr anhaltenden gewaltsamen Vorgehens gegen die Oppositionsbewegung mit tausenden Toten mit Assads Regierung gebrochen.

In Istanbul ist für Montag ein Treffen verschiedener syrischer Oppositionsgruppen vorgesehen. Die Regierungsgegner, darunter der Syrische Nationalrat, wollen sich vor dem für Sonntag geplanten zweiten Treffen der Freunde Syriens beraten. Bei der Zusammenkunft arabischer und westlicher Staaten geht es um Hilfeleistungen für die syrischen Regierungsgegner. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton will an dem Treffen teilnehmen. Das erste Treffen hatte Ende Februar in Tunis stattgefunden.

Von

afp

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