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21.09.2014

10:03 Uhr

Sicherheitsalarm

Das Weiße Haus – offen für Eindringlinge

Aufregung im Weißen Haus: Erst sprang ein Mann über den Zaun und schaffte es bis ins Gebäude. Am Samstag dann weigerte sich ein Autofahrer an einem Kontrollpunkt anzuhalten. Der Secret Service zog nun Konsequenzen.

Weißes Haus in Washington: Zwischen Zaun und Portal stehen nur wenige Meter – und viele Secret-Service-Agenten. dpa

Weißes Haus in Washington: Zwischen Zaun und Portal stehen nur wenige Meter – und viele Secret-Service-Agenten.

WashingtonDer für den Schutz des US-Präsidenten zuständige Secret Service hat nach dem Eindringen eines mit einem Messer bewaffneten Mannes im Weißen Haus das Sicherheitspersonal an der Regierungszentrale aufgestockt. Der Sicherheitsdienst berichtete am Samstag, Direktorin Julia Pierson habe nach dem Vorfall vom Freitagabend (Ortszeit) weitere Polizeipatrouillen und Überwachungspersonal an den Zaun im Norden des Weißen Hauses beordert. Dort hatte sich der Mann aus Texas Zugang zum Gelände verschafft.

Der 42-Jährige war über den Zaun des präsidialen Amtssitzes in Washington geklettert, anschließend über den Rasen bis zum Nordportal gerannt und durch den unverschlossenen Haupteingang ins Weiße Haus gelangt. Erst dann konnten ihn Sicherheitskräfte stoppen. Präsident Barack Obama war zu dem Zeitpunkt nicht im Haus.

Was Barack Obama zu sagen hat...

zur Lage

„Wir stehen weiterhin einer terroristischen Bedrohung gegenüber.“

zu den Machtverhältnissen

„Wir können nicht jede Spur des Bösen von der Welt tilgen, und kleine Gruppen von Killern haben die Möglichkeit, großen Schaden anzurichten.“

zu den Terroristen

„Wenn sie ungebremst bleiben, könnten diese Terroristen eine wachsende Bedrohung über diese Region hinaus darstellen – inklusive der Vereinigten Staaten. Obwohl wir noch keine spezielle Verschwörung gegen unser Heimatland entdeckt haben, haben IS-Anführer Amerika und unsere Verbündeten bedroht.“

zu Luftangriffen

„Diese Treffer haben amerikanisches Personal und Einrichtungen geschützt, IS-Kämpfer getötet, Waffen zerstört und den irakischen und kurdischen Kräften Raum gegeben, um Schlüsselgebiete zurückzugewinnen.“

zur Strategie

„Unser Ziel ist klar: Wir werden IS durch eine umfassende und anhaltende Strategie zur Terrorismusbekämpfung zersetzen und letztlich zerstören.“

zu Syrien

„Ich habe klargemacht, dass wir Terroristen, die unser Land bedrohen, jagen werden, wo auch immer sie sind. Das heißt, dass ich nicht zögern werde, in Syrien sowie im Irak gegen IS vorzugehen.“

zum Irak

„Wir werden uns nicht in einen weiteren Bodenkrieg im Irak ziehen lassen.“

zu Assad

„Im Kampf gegen IS können wir uns nicht auf ein Assad-Regime verlassen, das sein Volk terrorisiert; ein Regime, das seine verlorene Rechtmäßigkeit niemals wiedererlangen wird.“

zu den Partnern

„In Zusammenarbeit mit unseren Partnern werden wir unsere Bemühungen verdoppeln, ihre Finanzierung abzuschneiden, unsere Geheimdienstinformationen zu verbessern, unsere Abwehr zu verstärken, ihre verzerrte Ideologie zu kontern und den Fluss ausländischer Kämpfer in und aus dem Nahen Osten einzudämmen.“

zu amerikanischer Führung

„Das ist amerikanische Führung in ihrer besten Form: Wir halten zu den Menschen, die für ihre eigene Freiheit kämpfen“

Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass der Mann unbewaffnet gewesen sei, weshalb der Sicherheitsdienst nicht auf ihn geschossen hatte. Eine Strafanzeige stellte nun allerdings fest, der 42-Jährige habe ein Klappmesser mit einer neun Zentimeter langen Klinge bei sich getragen. Er befand sich am Wochenende zunächst im Krankenhaus, sollte aber voraussichtlich am Montag vor einem Gericht mit den Anschuldigungen konfrontiert werden.

Pierson kündigte gleichzeitig eine umfassende Überprüfung der Vorkommnisse an, die zu einer seltenen Evakuierung von Teilen des Gebäudes geführt hatten. Der Secret Service teilte mit, es sei völlig inakzeptabel, dass der Mann es bis ins Hauptportal geschafft habe. Das Weiße Haus ist eines der am strengsten bewachten Gebäude der Welt.

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