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28.01.2016

18:06 Uhr

Sierens Welt

Wer kennt Oppo?

VonFrank Sieren

Immer mehr Chinesen und Westler finden nun auch chinesische Smartphones schick. Das iPhone hat seinen Zenit offenbar erreicht. Schwierige Zeiten für Samsung und Apple, meint Frank Sieren.

... aus China wird immer beliebter. Nicht nur unter Chinesen. ap

Das Smartphone...

... aus China wird immer beliebter. Nicht nur unter Chinesen.

PekingDas hat Altbundeskanzler Gerhard Schröder schon erstaunt: „Für meine Kinder ist Euer Smartphone genauso gut, wie ein iPhone“, meinte er am vergangenen Montag zu dem schmunzelnden Vincent Pang, als wir bei einem Glas Weißwein am Rande der Handelsblatt-Konferenz Asia Business Insights in Düsseldorf beisammen standen. Pang ist der neue Westeuropachef von Huawei.

Will Papa Schröder zu Hause gegenüber seinen Kindern angeben, müsste er sie allerdings fragen, ob sie denn das R7 von Oppo kennen? Denn Huawei ist längst Mainstream. Und auch Xiaomi kennen viele westliche Jugendliche bereits. Oppo hingegen ist der letzte Schrei auf dem chinesischen Smartphone-Markt.

Unser Korrespondent, der Bestseller-Autor Frank Sieren („Geldmacht China“), gilt als einer der führenden deutschen China-Spezialisten. Er lebt seit über 20 Jahren in Peking.

Der Autor

Unser Korrespondent, der Bestseller-Autor Frank Sieren („Geldmacht China“), gilt als einer der führenden deutschen China-Spezialisten. Er lebt seit über 20 Jahren in Peking.

50 Millionen Stück hat das chinesische Unternehmen im vergangenen Jahr verkauft. Ein Plus von 67 Prozent. Und das in Zeiten mit sinkendem Wirtschaftswachstum. Damit sind sie erstmals in den Top 10 der Weltrangliste vertreten. Nun kommen bereits sieben der zehn weltgrößten Smartphone-Hersteller aus China. Zwei, Samsung und LG, haben ihren Sitz in Südkorea. Und Apple auf Platz zwei der Weltrangliste ist der einzige westliche Hersteller, der sich derzeit global noch behaupten kann.

Die Frage ist nur, wie lange noch? Das Wachstum von Apple in China ist im vergangenen Quartal zurückgegangen. 2016 könnte also das Wendejahr werden mit von nun an sinkenden Marktanteilen. Damit würde die Ära westlicher Smartphones zu Ende gehen.

So werden Smartphones in Meetings genutzt:

Private Angelegenheiten...

...regeln laut einer Bitkom-Umfrage vier von zehn berufstätige Smartphone-Nutzer während Meetings (41 Prozent). 36 Prozent tun dies ab und zu, 5 Prozent lenken sich regelmäßig auf diese Art und Weise ab.

Das verurteilen...

...viele Kollegen: Rund drei Viertel der Berufstätigen (72 Prozent) gaben in der Unfrage an, dass es sie störe, wenn andere Teilnehmer einer Besprechung sich mit dem Smartphone beschäftigten. Zwei Drittel (67 Prozent) finden dieses Verhalten unhöflich, 41 Prozent glauben, dass darunter die Qualität des Meetings leide.

Ganz normal...

...findet jeder fünfte Befrage die Ablenkung mit dem Smartphone während Besprechungen heutzutage.

E-Mails,...

...WhatsApp-Nachrichten oder SMS lesen etwa 67 Prozent derjenigen Befragten, die das Smartphone in Meetings für private Dinge nutzen.

Soziale Netzwerke,...

...wie Facebook oder Twitter werden von 29 Prozent der Befragten genutzt.

Aktuelle Nachrichten...

...im Netz oder Spiele werden von 23 Prozent der berufstätigen Befragten in Meetings genutzt.

Einkaufen...

...in Online-Shops via Smartphone ist für 6 Prozent der Umfrageteilnehmer eine legitime Ablenkung während langweiliger Besprechungen.

Hinweise zur Methodik:

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit Aris Umfrageforschung im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1016 Bundesbürger ab 14 Jahre befragt, darunter 575 Berufstätige. Die Umfrage ist repräsentativ.

Apple hat zwar im vergangenen Jahr noch mehr als doppelt so viele Handys verkauft wie Huawei, der erfolgreichste chinesische Hersteller. Der Abstand schmilzt dahin. Die Huawei Marktanteile wuchsen 2015 doppelt so schnell, wie die von Apple. Und der Weltmarktführer Samsung kämpft sogar schon seit 2014 mit sinkenden Anteilen. Allein vergangenes Jahr haben die Südkoreaner drei Prozent verloren.

Das liegt vor allem an den Präferenzen der chinesischen Kunden. Noch vor zehn Jahren gab es keine Alternative zu einem westlichen Handy. Nokia war das erste Statussymbol der wachsenden chinesischen Mittelschicht, mit dem man zeigen konnte, dass man sich von den chinesischen Massen abhebt.

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